Gold billiger auf schwindende internationale Spannungen, festeren Dollar

Gold billiger auf schwindende internationale Spannungen, festeren Dollar

Apr 30, 2018

Investing.com - Der Goldpreis fiel am Montag und näherte sich seinem jüngsten Fünfwochentief wieder an, als nachlassende geopolitische Spannungen und ein festerer Dollar die Nachfrage nach dem Edelmetall belasteten.

Goldfutures für Juni wurden an der Comex Sparte der New York Mercantile Exchange um 10:40 MEZ 5,10 USD oder 0,38% tiefer zu 1.318,30 USD die Feinunze gehandelt und haben sich damit ihrem Fünfwochentief vom Donnerstag von 1.315,70 USD wieder angenähert.

Das Edelmetall wurde als Fluchtanlage weniger nachgefragt, da sich die politische Situation auf der koreanischen Halbinsel entspannt hat.

Unterdessen ging es mit dem Dollar aufwärts, als bei diesem eine Erholung einsetzte, nachdem er am Freitag ein Dreieinhalb-Monatshoch aufgegeben hatte. Der US-Dollarindex, der die Stärke der US-Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen misst, stieg um 0,19% auf 91,48.

Ein festerer Dollar macht das in der US-Währung ausgepreiste Gold teurer für Käufer aus anderen Währungsräumen.

Der Index war letzte Woche um 1,37% nach oben geklettert, angeschoben von steigenden US-Anleiherenditen und der Aussicht auf schnellere Zinserhöhungen durch die Federal Reserve.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen war in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit 2014 über 3% geklettert, als die Inflationserwartungen ebenfalls gestiegen sind.

Die Rendite gab dieses hohe Niveau später wieder auf und lag zuletzt auf 2,964%.

Der jüngste Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen hat bei den Investoren zu Sorgen über höhere Zinssätze geführt, die für gewöhnlich die Attraktivität von unverzinsten Anlagen wie Gold für Investoren schmälern.

Die Investoren haben ihre Aufmerksamkeit nun einer in dieser Woche stattfindenden geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve und den US-Lohnbeschäftigungsdaten für April zugewandt.

Die Fed wird zum Ausgang ihrer zweitägigen Sitzung am Mittwoch wahrscheinlich nicht die Zinssätze anheben, nachdem es gerade im März einen Zinsschritt gegeben hatte, aber das zinspolitische Statement der Bank dürfte sich großen Interesses erfreuen, da spekuliert wird, ob die Zinssätze in diesem Jahr viermal angehoben werden, anstatt der drei Zinserhöhungen, die bisher von der Notenbank signalisiert werden.

Im weiteren Edelmetallhandel an der Comex verbilligten sich Silberfutures um 0,19% und wurden zu 16,37 USD die Feinunze gehandelt. Platinfutures lagen 0,85% tiefer auf 908,50 USD die Feinunze.

Bei den Industriemetallen gewannen Kupferfutures 0,44% hinzu und wurden zu 3,083 USD das Pfund gehandelt.

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