Ölpreise sacken ab auf Sorgen über steigende Anzahl von Bohrplattformen in den USA

Ölpreise sacken ab auf Sorgen über steigende Anzahl von Bohrplattformen in den USA

Apr 30, 2018

Investing.com - Der Ölpreis ist am Montag tiefer in die neue Woche gestartet, da der stetige Ausbau der Ölexploration in den Vereinigten Staaten einer der wenigen Faktoren ist, der den Ölpreis in einem in anderer Hinsicht positivem Umfeld zurückhielt.

In New York verloren Futures auf Rohöl der Sorte US West Texas Intermediate (WTI) bis 14:50 MEZ 58 US-Cent oder rund 0,8% und lagen auf 67,53 USD das Fass.

Ansonsten verbilligten sich Futures auf Brent, dem Benchmark für außerhalb der Vereinigten Staaten gehandeltes Rohöl, um 50 US-Cent oder 0,7% auf 72,30 USD das Fass.

US-Ölfirmen haben in der Woche zum 27. April fünf weitere Bohrplattformen in Betrieb genommen, was deren Gesamtzahl auf 820 bringt, berichtete General Electrics (NYSE:GE) Energiedienstleistungstochter Baker Hughes in ihrem genau verfolgten Bericht am Freitag.

Es handelt sich um die höchste Anzahl seit März 2015, die den Sorgen über die wachsende Produktion in den USA Nachdruck verlieh.

In der Tat, die heimische US-Ölförderung stieg - beflügelt vom Schieferöl - letzte Woche auf ein Allzeithoch von 10,59 Mio Fass am Tag, sagte die US-Energieinformationsagentur (EIA).

Nur Russland fördert derzeit mit rund 11 Mio Fass am Tag noch mehr.

Die Verluste hielten sich in Grenzen, da die Investoren auf Anzeichen warten, ob die Vereinigten Staaten ihre Sanktionen gegen den Iran wieder auflegen werden.

Der Ölpreis hat sich in diesem Monat gut entwickelt, da spekuliert wird, dass die Vereinigten Staaten die Sanktionen gegen den Iran erneuern werden. Das Land ist ein großer Ölexporteur im Nahen Osten und ein Mitglied der Organisation Erdölexportierender Länder (Opec).

Dies würde wahrscheinlich zu einer Verringerung von Teherans Ölexporten führen, was eine weitere Verknappung des Angebots auf dem internationalen Ölmarkt nach sich zöge.

Die Trump-Administration hat bis zum 12. Mai, um eine Entscheidung zu fällen.

In der angelaufenen Woche warten die Ölhändler nun auf neue Daten zu den kommerziellen US-Rohölvorräten, die am Dienstag und Mittwoch hereinkommen werden und ihnen helfen, die Nachfrage im größten Verbraucherland der Welt einschätzen zu können und zu sehen, wie schnell die Förderung weiter zunimmt.

Kommentare aus den globalen Ölproduzenten, ob sie planen ihre gegenwärtigen Produktionsquoten ins nächste Jahr hinein zu verlängern, werden ebenfalls das Geschehen prägen.

Die internationale Politik wird die Investoren wahrscheinlich auch in dieser Woche auf Trab halten.

Im weiteren Energiehandel gaben Benzinfutures um 1,1% auf 2,104 USD die Gallone nach, während Heizöl sich um 0,6% auf 2,120 USD die Gallone verbilligte.

US-Erdgasfutures lagen etwas tiefer auf 2,761 USD pro MBTU (million British thermal units).

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