Investing.com - Sorgen über steigende US-Anleiherenditen werden vermutlich in der kommenden Woche die Metallhändler vorwiegend beschäftigen, nachdem der Goldpreis am Freitag einen leichten Gewinn rausholen konnte, aber die Woche dennoch mit einem Rückgang von fast 1% abschloss.
Am nächsten Freitag wird der Bericht für April zur US-Lohnbeschäftigung außerhalb der Landwirtschaft erscheinen und am Mittwoch die zweitägige geldpolitische Sitzung der Federal Reserve zu Ende gehen, die ebenfalls im Mittelpunkt stehen und daher mithelfen könnten, die künftige Richtung des Dollars zu bestimmen.
Die Fed wahrscheinlich nicht die Zinssätze anheben, nachdem es gerade im März einen Zinsschritt gegeben hatte, aber das zinspolitische Statement der Bank dürfte sich großen Interesses erfreuen, da spekuliert wird, ob die Zinssätze in diesem Jahr viermal angehoben werden, anstatt der drei Zinserhöhungen, die bisher von der Notenbank signalisiert werden.
Goldfutures mit Fälligkeit im Juni haben an der Comex Sparte der New York Mercantile Exchange den Handel am Freitag mit einem Plus von 6,50 USD oder 0,49% zu 1.324,40 USD die Feinunze beendet. Über die Woche wurde Gold um 0,92% billiger, womit der Kurs nun in zwei Wochen in Folge gesunken ist.
Gold vermochte seine Verluste etwas einzuschränken, nachdem Daten vom Report vom Freitag gezeigt hatten, dass die US-Konjunktur sich im ersten Quartal verlangsamt hat, was aber von einer Zunahme des Lohnwachstums wieder ausgeglichen wurde.
Der Dollar zog sich von einem Dreieinhalb-Monatshoch gegenüber den anderen Leitwährungen wieder zurück, als der US-Dollarindex, der die Stärke der US-Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen misst, zu Handelsende 0,09% tiefer auf 91,31 stand.
Der Index hat die Woche dennoch 1,37% höher beendet und damit seinen größten prozentualen Anstieg seit Anfang Februar hingelegt.
Der Dollar bekam Aufwind, nachdem die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit 2014 über 3% gestiegen war, als die Inflationserwartungen ebenfalls höhere geworden sind.
Ein festerer Dollar macht das in der US-Währung ausgepreiste Gold teurer für Käufer aus anderen Währungsräumen, während steigende US-Anleiherenditen Gold, das keine Zinserträge abwirft, weniger attraktiv für renditehungrige Investoren.
Im weiteren Edelmetallhandel gingen Silberfutures mit einem Verlust von 0,13% zu 16,47 USD die Feinunze aus dem Handel, was den Preisrückgang in der Woche auf 3,95%.erhöhte.
Platinfutures beendeten den Handel zu 916,80 USD, 0,74% höher, womit aber dennoch Wochenverlust von 1,36% herauskam.
Bei den Industriemetallen lag Kupfer zu Handelsschluss am Freitag 1,99% tiefer auf 3,051 USD das Pfund, was zu einem Wochenverlust auf 2,56% führte.
Vor Beginn der kommenden Woche hat Investing.com eine Liste wichtiger Ereignisse zusammengestellt, die die Märkte beeinflussen könnten.
Montag, den 30. April
Die Finanzmärkte in Schanghai und Japan bleiben wegen eines Feiertages geschlossen.
Aus China gibt es Einkaufsmanagerindizes zur Lage in der erzeugenden Industrie und dem Dienstleistungssektor.
In der Eurozone kommen aus Deutschland vorläufige Inflationszahlen, zusammen mit den Einzelhandelsdaten.
In den USA erscheinen Berichte zu den Privateinkommen und -ausgaben, die auch die Inflation der privaten Konsumausgaben umfassen, welche das bevorzugte Maß der Fed für die Inflation ist. Außerdem gibt es noch Daten aus dem produzierenden Gewerbe im Raum Chicago und die sich in Schwebe befindlichen Hausverkäufe.
Dienstag, den 1. Mai
Die Finanzmärkte in China, Deutschland, Italien und Frankreich sind aufgrund eines Feiertags geschlossen.
Die australische Notenbank gibt den Leitzins bekannt und publiziert ihren Bericht zur Geldpolitik, welcher das konjunkturelle Umfeld und weitere Faktoren, die die Entscheidung der Bank beeinflussten, erläutert.
Aus Großbritannien kommen Daten zur Lage im produzierenden Gewerbe.
In Kanada erscheinen Daten zum Wirtschaftswachstum.
In den Vereinigten Staaten veröffentlicht das Institute for Supply Management seinen Index für das produzierende Gewerbe.
Mittwoch, den 2. Mai
Aus Neuseeland gibt es einen Beschäftigungsreport zum ersten Quartal.
In China erscheint der Caixin-Index zum produzierenden Gewerbe.
Aus Großbritannien kommen Daten zur Lage in der Bauwirtschaft.
In der Euro-Zone werden vorläufige Daten zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal veröffentlicht.
In den USA erscheint der Bericht von ADP zur privaten Lohnbeschäftigung außerhalb der Landwirtschaft.
Später wird die Federal Reserve ihre geldpolitischen Entscheidungen verkünden und ein Statement zu ihrer Entscheidung herausgeben.
Donnerstag, den 3. Mai
Die Finanzmärkte in Japan bleiben wegen eines Feiertages geschlossen.
Aus Australien gibt es Außenhandelszahlen und die Baugenehmigungen.
In Großbritannien erscheinen Daten zur Lage in der Privatwirtschaft.
In der Eurozone erscheint eine vorläufige Schätzung der Inflationsrate.
Aus Kanada kommen Außenhandelsdaten.
In den Vereinigten Staaten werden Daten zu den Lohnkosten und der Produktivität veröffentlicht, sowie ein wöchentlicher Report zu den Anträgen auf Arbeitslosengeld, währen das ISM seinen Index für das Dienstleistungsgewerbe herausbringt.
Freitag, den 4. Mai
Die Finanzmärkte in Japan bleiben wegen eines Feiertages geschlossen.
Die australische Notenbank veröffentlicht ihren Bericht zur Geldpolitik.
In China erscheint der Caixin-Index zum produzierenden Gewerbe.
Die USA lassen die Woche mit dem Bericht zur Lohnbeschäftigung außerhalb der Landwirtschaft vom April ausklingen.
