von Robert Zach
In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen. Auch die Folgeanträge auf Arbeitslosenunterstützung waren etwas höher.
Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe stieg in der letzte Woche um 70.000 auf 281.000, teilte das Department of Labor am Donnerstag mit. Es ist der höchste Stand seit September 2017. Volkswirte hatten im Vorfeld mit einem Wert von 220.000 gerechnet.
Der gleitende Vierwochendurchschnitt erhöhte sich von 215.750 auf 232.250.
Die Daten werden jede Woche vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Aufgrund deren Aktualität haben sie einen großen Einfluss auf das Marktgeschehen. Sobald die Erstanträge mehrmals hintereinander um mehr als 35.000 pro Woche steigen, gilt dies als ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft an Kraft verliert und in eine Rezession zu stürzen droht.
Angesichts der Coronavirus-Krise und der steigenden Zahl der Werksschließungen werden die Erstanträge in den nächsten Wochen wohl noch weiter steigen und damit dann auch das Rezessionsrisiko.
Die Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen um 2.000 auf 1.701.000 Millionen. Die Vorwoche wurde um 23.000 auf 1.699.000 Millionen runtergesetzt.
Hier sank der Vierwochendurchschnitt um 7.000 auf 1.703.250.
Die Reaktion der Märkte
Die Futures auf den Dow Jones bauen ihre Verluste auf 432 Punkte aus und der S&P 500 verliert 2,25 Prozent. Für den Nasdaq geht es um 1,59 Prozent nach unten. Der DAX steht nach seiner anfänglichen Erholung wieder deutlich im Minus.
Trotz der miserablen Arbeitsmarktzahlen aus den USA rangiert der Goldpreis wegen der Verluste am Aktienmarkt leicht im Minus.

