Von Peter Nurse
Der US-Dollar hat am Mittwoch zu Beginn des europäischen Handels leichte Verluste erlitten, da Händler im Vorfeld wichtiger Zentralbanksitzungen mehr ins Risiko gehen. Die Ölpreise steigen und mehr Länder wollen ihre Corona-Restriktionen lockern. Das hebt die Stimmung.
Um 8:55 Uhr lag der U.S. Dollar Index, der den Dollar gegenüber einem Korb von sechs anderen Währungen abbildet, bei 99,763 und damit 0,2% im Minus, während der EUR/USD um 0,3% auf 1,0848 Dollar anstieg. Der GBP/USD legte um 0,3% auf 1,2462 Dollar zu und der USD/JPY fiel um 0,3% auf 106,55 Yen.
Nichtsdestotrotz hielten sich die Marktteilnehmer mit Blick auf die US-Notenbank, die ihre zweitägige Sitzung am späteren Mittwoch beendet, und auf die Europäische Zentralbank, die am Donnerstag über ihre Geldpolitik entscheidet, zurück.
Die US-amerikanische Zentralbank wird nach den jüngsten geldpolitischen Entscheidungen wohl keine Änderungen vornehmen, aber die Investoren werden nach Hinweisen auf den künftigen Kurs der Geldpolitik suchen.
Derweil nimmt der Druck auf die Europäische Zentralbank zu, ihren Instrumentenkasten erneut zu öffnen, da die nationalen Regierungen der Eurozone noch immer über eine gemeinsame fiskalpolitische Reaktion auf die Coronavirus-Krise debattieren.
Gestern Abend hatte die Ratingagentur Fitch überraschend ihr Rating für Italiens Kreditwürdigkeit auf BBB- herabgestuft, eine Stufe über Junk. Grund dafür sei die steigende Verschuldung des Landes.
Wie die Analysten der Danske Bank (CSE:DANSKE) in einer Notiz feststellten, hat der Dollar nachgegeben, "weil risikoreiche Anlagen gefragt waren und sich der Ölpreis erholte; sogar der USD/JPY gab nach, aber der EUR/USD konnte den Widerstand von 1,09 nicht durchbrechen".
Das an der ICE gehandelte Barrel der Sorte Brent-Öl zur Juni-Lieferung steigt im frühen Handel um 1,9 Prozent auf 23,16 Dollar. Für das an der Warenterminbörse NYMEX in New York gehandelte Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI-Öl) mit einer Laufzeit bis Juni geht es um 13 Prozent nach oben auf 13,98 Dollar.
Dank des Risk-On-Modus war insbesondere der australische Dollar bei Anlegern begehrt. Seit Monatsanfang erholte sich die Währung um 6% und um 18% von den 17-Jahrestiefs im März.
Um 8:55 Uhr notierte der AUD/USD mit 0,6536, Dollar gut 0,7% im Plus.
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