Top 5: Erstanträge Arbeitslosenansprüche voraus - Ölpreise und Aktienmärkte erholen sich -  Trump will Plan zur Wiedereröffnung vorlegen

Top 5: Erstanträge Arbeitslosenansprüche voraus - Ölpreise und Aktienmärkte erholen sich -  Trump will Plan zur Wiedereröffnung vorlegen

Apr 16, 2020

Von Geoffrey Smith

Für Kursbewegung am Donnerstag werden die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sorgen, die laut Konsens um 5,1 Millionen steigen werden. Die US-Aktien-Futures signalisieren eine freundliche Eröffnung, weil US-Präsident Donald Trump seinen Plan zur Wiedereröffnung der US-Wirtschaft bekanntgeben will. Großbritannien und Japan verlängern ihre Lockdowns, während die Wiedereröffnung in Kontinentaleuropa an Fahrt gewinnt. Die Ölpreise stabilisieren sich vor dem Monatsbericht der OPEC an der 20-Dollar-Marke. Folgendes sollten Sie am Donnerstag, dem 16. April, über das Geschehen an den Finanzmärkten wissen:

1. Leichte Entspannung bei den Arbeitslosenansprüchen erwartet

Sind Sie bereit?

Volkswirte erwarten einen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche um 5,1 Millionen, nach 6,65 Millionen zuvor.

Die Arbeitsmarktdaten werden um 14:30 Uhr veröffentlicht.

Am Mittwoch wurde der größte monatliche Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze aller Zeiten und der stärkste Rückgang der Industrieproduktion seit 1946 verzeichnet, da zur Zeit der Datenerhebung die Lockdowns zur Eindämmung der Ausbreitung des Covid-19-Virus im ganzen Land in Kraft traten.

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2. Trump stellt Plan zur Wiedereröffnung der US-Wirtschaft vor

Präsident Donald Trump sagte, er werde im Laufe des Donnerstags einen Plan für die Wiedereröffnung der Wirtschaft herausgeben und betonte, dass "die Daten darauf hindeuten, dass wir landesweit den Höhepunkt an neuen Fällen überschritten haben".

Er wies auf den Rückgang neuer Fälle in New York und New Orleans hin, während sich die Zunahme neuer Fälle in Detroit und Denver abgeflacht hat. Trump verwies auch auf "Fortschritte" in Washington DC, Baltimore und St. Louis.

"Die Zahl der neuen US-Fälle pro Million wird bald das Niveau erreichen, das in Italien, Spanien und Österreich zu einer Lockerung des Lockdown geführt hat", sagte Ian Shepherdson, Chefvolkswirt von Pantheon Macroeconomics.

Unterdessen berichtete das Wall Street Journal, dass Wirtschaftsführer in einer Telefonkonferenz Trump gedrängt hatten, die Wiedereröffnung der Wirtschaft nicht zu überstürzen, da die Menschen viel mehr Zugang zu Tests benötigen, bevor sie das Vertrauen haben ihrer normalen Arbeit nachzugehen.

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3. US-Aktien-Futures steigen - Morgan Stanley mit Zahlen

Die US-Aktien-Futures signalisieren einen freundlichen Start nach Trumps Kommentaren am Mittwoch. Gestern war die Wall Street im Zuge der schwachen Einzelhandelsdaten und Industrieproduktion kräftig unter Druck geraten.

Der Dow-Jones-Future stiegen um 115 Punkte oder 0,5%, während der S&P-500-Future um 0,7% zulegte. Der Nasdaq-100-Future kletterte um 1,0 Prozent.

Morgan Stanley (NYSE:MS) gibt als letzte große Wall Street-Bank seine Quartalsergebnisse bekannt. JP Morgan, Goldman Sachs (NYSE:GS) und Wells Fargo mussten aufgrund von Rückstellungen für faule Kredite starke Gewinnrückgänge hinnehmen.

Sichere Häfen bleiben gefragt: der US-Dollar-Index konsolidierte oberhalb von 100. Gestern hatten schwache US-Daten die Weltreservewährung nach oben getrieben. Die Treasury-Renditen zeigten sich am Donnerstag kaum verändert und die Gold-Futures handeln stabil oberhalb von 1.750 Dollar.

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4. Großbritannien verlängert Lockdown - Deutschland mit teilweiser Wiedereröffnung

Das Pfund Sterling gab nach und die britischen Aktien performten im Vergleich zu ihren europäischen Pendants schwach, da das Vereinigte Königreich seine Lockdown-Maßnahmen um weitere drei Wochen verlängerte.

In der Zwischenzeit erweiterte Japan als Reaktion auf die anhaltende Zunahme neuer Covid-19-Fälle im ganzen Land den Ausnahmezustand auf das gesamte Land.  Zuvor waren die Notstandsmaßnahmen auf Tokio und einige andere Großstadtregionen beschränkt gewesen.

Deutschland verzeichnete die höchste Neuinfektionsrate in fünf Tagen, wobei die täglichen Berechnungen überall auf der Welt anfällig für Abweichungen wegen der verkürzten Osterwoche waren. Europas größte Volkswirtschaft sagte am Mittwoch, dass sie ab nächster Woche kleinere Läden und alle Autohäuser wieder öffnen werde und beabsichtigt, ihre Schulen ab dem 3. Mai teilweise wieder zu öffnen. Große öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen bleiben jedoch bis Ende August untersagt.

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5. Ölpreise erholen sich - OPEC-Monatsbericht im Blick

Die Ölpreise stabilisierten sich am Donnerstag oberhalb der Marke von 20 Dollar, als Händler versuchten, die Schmerzgrenze der wichtigsten Produzenten zu erahnen.

Analysten von Goldman Sachs haben argumentiert, dass alles unter 20 Dollar unterhalb der Cash-Kosten-Schwelle vieler Produzenten liegt und daher wahrscheinlich nicht lange anhalten wird.  Das kurzfristige Überangebot ist jedoch nach wie vor akut, und physische Lieferungen von Mischungen aus dem russischen Ural werden Berichten zufolge am Donnerstag bei 14 Dollar pro Barrel gehandelt.

Bloomberg berichtete, dass die US-Regierung die Möglichkeit prüft, Ölfirmen dafür zu bezahlen, kein Öl zu fördern. Dies wird jedoch wahrscheinlich von einem von den Demokraten dominierten Repräsentantenhaus blockiert werden, das im vergangenen Monat Rückstellungen zur Auffüllung der strategischen Erdölreserve in Höhe von 3 Milliarden Dollar blockiert hat.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder wird ihren monatlichen Ölmarktbericht in Kürze veröffentlichen.

Die US-Ölsorte WTI stieg um 1,8% auf 20,23 Dollar pro Barrel, während Brent um 3,0% auf 28,52 Dollar pro Barrel zulegte.

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