Comic: US-Berichtssaison im Sog der Corona-Krise

Comic: US-Berichtssaison im Sog der Corona-Krise

Apr 16, 2020

Von Jesse Cohen

Diese Woche begann die Berichtssaison an der Wall Street für das erste Quartal. Dabei im Fokus standen vor allem die US-Großbanken.

JPMorgan (NYSE:JPM), Bank of America (NYSE:BAC), Citigroup (NYSE:C), Wells Fargo (NYSE:WFC) und Goldman Sachs (NYSE:GS) berichteten alle massive Gewinnrückgänge. Die US-Großbanken erhöhten ihre Rückstellungen für faule Kredite um mehrere Milliarden Dollar, da sie im Zuge der Corona-Krise einen sprunghaften Anstieg der Zahlungsausfälle in den kommenden Monaten erwarten.

Nächste Woche nimmt die US-Berichtssaison aber erst so richtig an Fahrt auf: mit Netflix (NASDAQ:NFLX), IBM (NYSE:IBM) und Intel (NASDAQ:INTC) stehen einige echte Hochkaräter auf der Agenda.

In der darauffolgenden Woche werden Unternehmen wie Apple (NASDAQ:AAPL), Microsoft (NASDAQ:MSFT), Facebook (NASDAQ:FB), Advanced Micro Devices (NASDAQ: AMD), Tesla (NASDAQ:TSLA), Boeing (NYSE:BA), Caterpillar (NYSE:CAT) und McDonalds ihre Quartalsergebnisse vorlegen.

Wir bereiten uns auf eine der schlechtesten Gewinnsaisons der jüngsten Geschichte vor. Analysten erwarten, dass die Gewinne der S&P 500 Unternehmen im 1. Quartal laut IBES-Daten von Refinitiv um 12,8% eingebreochen sind, da die Pandemie einen Großteil der Weltwirtschaft zum Erliegen brachte.

Die US-Aktien haben sich von ihren März-Tiefs erholt, was durch eine Reihe von geld- und fiskalpolitischen Hilfspaketen in den USA gefördert wurde.

Die Federal Reserve hat in den letzten Wochen während der Coronavirus-Krise beispiellose Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft ergriffen.

Es gab Zinssenkungen und eine Reihe von Kreditprogrammen, die der Wirtschaft mehr als 6 Billionen Dollar zuführen könnten.

Der Kongress hat Rettungsmaßnahmen in Höhe von 2 Billionen Dollar verabschiedet, aber er streitet weiterhin darüber, wie viel mehr bereitgestellt und wie es verteilt werden soll.

Der S&P 500 liegt immer noch etwa 18% unter seinem Rekordhoch vom 19. Februar, da der Weg zu einem wirtschaftlichen Neustart und die Wirksamkeit der gigantischen Konjunkturpakete weltweit unklar bleiben.

In den Vereinigten Staaten, der am härtesten betroffenen Nation, stieg die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus am Mittwoch auf über 30.000.

Präsident Donald Trump sagte, er werde am Donnerstag einen Plan zur Wiedereröffnung der US-Wirtschaft vorlegen, doch einige Gouverneure der Bundesstaaten - vor allem an der Ostküste - drängen auf ein vorsichtiges Vorgehen.

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