Rohölkurse - Der Wochenausblick vom 28. Mai bis 1. Juni

Rohölkurse - Der Wochenausblick vom 28. Mai bis 1. Juni

Mai 27, 2018

Investing.com - Kommentare aus den großen Ölförderstaaten, die weitere Hinweise darauf geben könnten, ob diese ihr laufendes Abkommen zur Begrenzung der Produktion beenden werden, sollten in der kommenden Woche weiterhin an der Spitze der Agenda bleiben.

Am Freitag waren die Ölpreise eingebrochen und auf ihren niedrigsten Niveaus in Wochen aus dem Handel gegangen, als Berichte die Runde machten, dass die Opec und Russland erwägen, die Produktion um bis zu 1 Mio Fass am Tag anzuheben. Damit könnten sie schon im Juni beginnen, um die Ausfälle der Lieferungen aus dem Iran und Venezuela auszugleichen.

Die Organisation Erdölexportierender Länder Opec und Förderländer von außerhalb des Kartells angeführt von Russland haben mit einem Abkommen die Förderung um 1,8 Mio Fass am Tag gedrosselt, um die Ölpreise zu stützen und die hohen globalen Lagerbestände abzubauen. Der Pakt begann im Januar 2017 und soll Ende 2018 auslaufen.

Die Opec wird ihre nächste Hauptversammlung am 22. Juni in Wien abhalten.

Im New Yorker Handel fielen die Ölfutures auf WTI am Freitag unter 68 USD das Fass und entfernten sich damit weiter von ihrem Gipfel von 72,83 USD, den sie zuvor in der Woche erklommen hatte und der ihr höchstes Niveau seit November 2014 darstellte.

Der Kontrakt beendete die Handelssitzung 2,83 USD oder 4% tiefer auf 67,88 USD das Fass, seinem niedrigsten Kurs seit dem 3. Mai. Über die Woche fiel ein Verlust von rund 5,3% an, was diesen zum ersten wöchentlichen Preisrückgang in einem Monat macht.

Unterdessen sanken in London die Brent-Futures, dem Benchmark für den Ölpreis außerhalb der Vereinigten Staaten, am Freitag um 2,36 USD oder 3% auf zu Handelsende 76,47 USD das Fass. Über die gesamte Woche fielen sie um 2,6%, womit eine sechswöchige Gewinnserie zu Ende gegangen ist.

Der Benchmark für den internationalen Ölmarkt erreichte letzte Woche mit 80,50 USD ein 3½-Jahreshoch, das ebenfalls auf November 2014 zurückreicht.

Die Ölhändler werden in der nächsten Woche weiterhin auch den steten Anstieg der Fördermenge in den USA berücksichtigen, da mit der Zunahme der Ölexploration in den Vereinigten Staaten auch die Sorgen über die wachsende Förderung in den Staaten wachsen.

US-Ölfirmen haben in der letzten Woche 15 weitere Bohrplattformen in Betrieb genommen, was deren Gesamtzahl auf 859 bringt und damit den höchsten Stand seit März 2015, berichtete General Electrics (NYSE:GE) Energiedienstleistungstochter Baker Hughes am Freitag in ihrem genau verfolgten Bericht.

Die heimische US-Ölförderung steht derzeit - beflügelt vom Schieferöl - auf einem Allzeithoch von 10,7 Mio Fass am Tag.

Nur Russland fördert heutzutage mit rund 11 Mio Fass am Tag noch mehr.

Neue wöchentliche Zahlen zu den kommerziellen US-Lagerbeständen an Rohöl vom Mittwoch und Donnerstag, dürften die Aufmerksamkeit des Marktes für sich beanspruchen, da sie helfen die Stärke der Nachfrage im größten Verbraucherland für Öl einzuschätzen und zu sehen, wie schnell die Fördermenge zunimmt.

Die Berichte kommen wegen des US-amerikanischen Volkstrauertags am Montag einen Tag später als üblich heraus.

Vor Beginn der kommenden Woche hat Investing.com eine Liste der wichtigsten Ereignisse zusammengestellt, die die Ölmärkte beeinflussen könnten.

Montag

In den USA bleiben die Märkte wegen des dortigen Volkstrauertags geschlossen.

Mittwoch

Das American Petroleum Institute, veröffentlicht seinen wöchentlichen Report zu den Ölvorräten.

Donnerstag

Die US-Energieinformationsbehörde veröffentlicht ihren allwöchentlichen Bericht zu den Lagerbeständen an Öl und Benzin.

Ein wöchentlicher Report zu den US-Vorräten an Erdgas dürfte ebenfalls auf der Agenda stehen.

Freitag

Baker Hughes gibt seine wöchentlichen Daten zu den sich in Betrieb befindlichen Bohrplattformen in den USA heraus.


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