Der Ölpreis schnellte auf den höchsten Stand seit knapp drei Monaten, nachdem die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Verbündeten eine erneute Produktionskürzung beschlossen haben.
Für ein Fass der Nordseesorte Brent ging es um 1,50 Prozent auf 64,34 US-Dollar je Barrel hoch. Der Preis für die US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) legte 1,22 Prozent auf 59,14 US-Dollar je Barrel zu.
Das Ölkartell beschloss eine Förderkürzung um zusätzliche 500.000 Barrel pro Tag in den ersten drei Monaten 2020. Darüber hinaus will Saudi-Arabien weiterhin 400.000 Barrel pro Tag weniger produzieren als die Förderquote vorsieht.
Die Rohstoffexperten von Capital Economics sehen wegen der neuesten Produktionskürzung ein kleines Defizit im nächsten Jahr, aber die Einhaltungsquoten seien fraglich. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Preis von Brent bis Ende 2020 auf 70 US-Dollar pro Barrel steigen wird", sagte Caroline Bain, Leiterin der Rohstoffabteilung bei Capital Economics. Dies sei auf ein etwas höheres Nachfragewachstum und eine leicht niedrigere US-Ölproduktion zurückzuführen.

