Goldpreis verliert kräftig - Neue Rekorde bei Palladium

Goldpreis verliert kräftig - Neue Rekorde bei Palladium

Dez 06, 2019

Der Goldpreis hat eine neue Nemesis in Form der US-Jobzahlen, während Palladium seinen unheimlichen Rekordzug einfach fortsetzt.

Stärker als erwartet ausgefalleneUS-Arbeitsmarktdaten per November führten am Freitag an der Wall Street zu einer neuen Welle an Risikobereitschaft und brachten den Goldpreis ins Wanken. Investoren sahen einfach kein Absicherungsbedürfnis mehr.

Die US-Wirtschaft schuf 266.000 Jobs im November. So viele wurden zuletzt im Januar geschaffen. Die sensationellen Zahlen dürften dazu führen, dass die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der Federal Reserve gedämpft bleiben. "Die Ergebnisse unterstützen unsere Auffassung, dass die Fed keine weitere Lockerung der Geldpolitik durchführen wird", sagte Capital Economics-Analyst Andrew Hunter.

Niedrigere Zinssätze führen häufig dazu, dass Investoren nach einem besseren Wertaufbewahrungsmittel als dem Dollar suchen, und Gold erweist sich seit Jahren als diese Alternative.

Gold-Futures} zur Lieferung im Februar an der New Yorker COMEX verbilligten sich 18 US-Dollar oder 1,2% auf 1.465,10 US-Dollar pro Unze. Das Edelmetall erreichte am Mittwoch ein 4-Wochen-Hoch von 1.487,65 US-Dollar, als Investoren nach einer Absicherung suchten, nachdem die Trump-Administration erste Anzeichen dafür geliefert hatte, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China bis nach den Wahlen 2020 hinauszögern könnte.

Spot-Gold}, das den Handel mit Barren in Echtzeit widerspiegelt, sank um 15,68 US-Dollar oder 1,1% auf 1.459,92 US-Dollar. Am Mittwoch erreichte es mit 1.481,90 US-Dollar ein Vier-Wochen-Hoch.

Der COMEX-Goldpreis fiel auf Wochenbasis um 0,5%, während der Spotpreis um 0,4% nachgab.

Palladium, das knappe Auto-Katalysator-Metall, legte an diesem Tag stetig zu und hielt damit seine Rekordjagd seit Anfang Dezember aufrecht.

Der Spotpreis für Palladium stieg um 7,18 US-Dollar oder 0,4% auf 1.879,18 US-Dollar nach einem Rekordhoch von 1.882,15 US-Dollar. Auf wöchentlicher Basis ist es um 2% gestiegen.

Die Palladium-Futures} zur Lieferung im März an der Comex verteuerten sich um 40 US-Cents auf 1.846,10 US-Dollar. Der Terminkontrakt hatte kein neues Allzeithoch erreicht.

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