Ölpreise steigen trotz Sorgen über Handelskrieg

Ölpreise steigen trotz Sorgen über Handelskrieg

Aug 06, 2019

Die Ölpreise waren am Dienstag in Asien höher, trotz Sorgen, dass der eskalierende chinesisch-amerikanische Handelskrieg die Nachfrage nach Rohöl negative beeinflussen könnte.

US-Rohölfutures wurden um 05:40 MEZ um 1,1% höher zu 55,21 USD gehandelt und auch der internationale Benchmark Brent stieg um 1% auf 60,41 USD.

Die Tatsache, dass die chinesische Zentralbank, die People’s Bank of China, den Referenzkurs des Yuan am Dienstag höher als erwartet festgelegt, was als positiv für die Ölpreise angesehen wurde und den Investoren etwas Erleichterung verschaffte, auch wenn die Märkte jetzt glauben, dass ein Handelsabkommen nicht so bald wie bislang erwartet, kommen werde.

Die Ölpreise waren am Montag um mehr als 3% gefallen, nachdem China den Yuan gegenüber dem Dollar auf sein schwächstes Niveau in einem Jahrzehnt hatte fallen lassen. Pekings Aktion war eine Vergeltungsmaßnahme gegen Trump Plan, weitere Zölle gegen Waren aus China zu verhängen.

Daneben wies China seine Staatsunternehmen an, Importe von amerikanischen Landwirtschaftsprodukten auszusetzen.

"Die Ölpreise können nicht die Sorgen über die fallende Nachfrage abschütteln, als Chinas jüngste Eskalation über die Abwertung des Yuan und der Kaufbeschränkungen für US-Landwirtschaftsprodukte die Hoffnungen zum Entgleisen bringen, dass noch in diesem Jahr ein Handelsabkommen erreicht werden kann," sagte Edward Moya, Marktanalyst bei OANDA in einem Interview mit Reuters.

"Zum jetzigen Zeitpunkt ignorieren die Märkte die Lage im Nahen Osten, aber sollten wir sehen, dass die Situation im Persischen Golf volatil bleibt und sollten die US-Ölvorräte weiter fallen, dann könnte Öl hier etwas Unterstützung bekommen," fügte Moya hinzu.

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