Ölpreise steigen nach Trump-Tweet

Ölpreise steigen nach Trump-Tweet

Dez 12, 2019

Abgeblasene China Zölle oder eine schwache Ölnachfrage - was ist relevanter? Die Ölhändler glauben wohl, dass es am Donnerstag eine gute Idee ist, die Ölpreise gen Norden zu treiben, weil die Trump-Administration einer Zollerhöhung am Sonntag möglicherweise einer Absage erteilt.

Sowohl die US-Ölsorte WTI als auch die Nordseesorte Brent stiegen jeweils um gut 1%. Meldungen von der in Paris ansässigen Internationalen Energieagentur (IEA), wonach die Ölnachfrage nächstes Jahr schwächer als erwartet ausfallen könnte, wurden ignoriert. Im Fokus stand ein Bericht des Wall Street Journals, in dem es hieß, dass das Weiße Haus plant, die Zölle gegen China nicht zu erhöhen. Vorher schrieb Trump noch auf Twitter, dass man einem Deal mit China sehr nah sei.

Das an der NYMEX gehandelte WTI verteuerte sich bis 12:15 Uhr ET (17:15 GMT) um 67 US-Cent oder 1,1% auf 59,43 US-Dollar pro Barrel und erholte sich damit von dem Rückgang von 48 US-Cent oder 1% am Mittwoch.

Ein Fass der Nordseesorte Brent, stieg ebenfalls um 1,1% oder 72 US-Cent und notierte zuletzt auf 64,44 US-Dollar. In der vorangegangenen Sitzung fiel der Ölpreis um 62 US-Cent oder 1%.

Die Ölpreise hatten ihren schwachen Start in den Handelstag hinter sich gelassen, als das WSJ berichtete, dass die US-Handelsvertreter angeboten haben, die neue Zollrunde auf chinesische Importwaren, die am Sonntag in Kraft treten sollte, zu annullieren. Damit soll der Teilhandelsdeal, der zur Deeskalation der beiden Wirtschaftsmächte beitragen soll, ermöglicht werden.

Die US-Chefunterhändler boten Berichten zufolge an, die bestehenden Zölle auf chinesische Waren im Wert von 360 Milliarden Dollar um bis auf die Hälfte zu senken. Das sagte eine Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist.

Der Ölpreis stand zuvor unter Druck, nachdem die in Paris ansässige IEA sagte, dass die globalen Öllagerbestände bis März stark ansteigen könnten und das, obwohl die Opec und ihre Verbündeten letzte Woche eine Einigung zur Vertiefung der Produktionskürzung getroffen hatten.

"Trotz der zusätzlichen Einschränkungen... und einer Reduzierung unserer Prognose für das Angebotswachstum der OPEC im Jahr 2020 auf 2,1 Millionen Barrel pro Tag (bpd), könnten die globalen Öllagerbestände im ersten Quartal 2020 um 700.000 bpd steigen", sagte die IEA in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

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