Von Alex Ho
Der Ölpreis, der am Vortag noch auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen gefallen war, erholte sich am Donnerstag im asiatischen Handel.
Der Preis für die US-Ölsorte WTI legte bis 6:01 Uhr um 0,8% auf 58,30 Dollar zu. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich ebenfalls um 0,8% auf 64,50 Dollar.
Die staatliche Energy Information Administration (EIA) meldete gestern einen Abbau der Rohöllagerbestände um 2,54 Millionen Barrel. Das war stärker als von Analysten erwartet.
Allerdings waren die Benzinvorräte um rund 6,7 Millionen Barrel gestiegen. Erwartet wurden 3,4 Millionen Barrel. Die Reserven an Destillaten legten um rund 8,2 Millionen Barrel zu, während Analysten nur mit einem Aufbau der Lager um 1,2 Millionen Barrel erwartet hatten.
"Der Anstieg der Produkte verblüfft weiterhin jeden an diesem Markt", sagte Analyst Barani Krishnan. "Zum zweiten Mal in Folge ist der zusammengesetzte Bestand aus Benzin und Destillaten um beachtliche 14 Millionen Barrel gestiegen."
"Das stellt sicherlich keinen geringen Anstieg dar und zeigt, dass die Raffinerien die Produkte auf den Markt bringen, als gäbe es kein Morgen", fügte Krishan hinzu.
Unterstützung lieferte den Ölpreisen die Unterzeichnung der ersten Handelsvereinbarung zwischen den USA und China gestern Abend in Washington. Die Vertreter beider Länder kündigten an, dass Peking im Rahmen des Abkommens in den nächsten Jahren Waren und Dienstleistungen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar kaufen werde, darunter 50 Milliarden US-Dollar an Energie.
China ist der weltweit größte Importeur von Öl und die Vereinigten Staaten sind der größte Produzent des schwarzen Goldes.

