- Die Goldpreise sind am Mittwoch etwas gestiegen, weil sich eine ausgeprägte Wohlfühlstimmung an den Märkten durchgesetzt hat, nachdem in Fragen wie dem US-amerikanischen und chinesischen Handelskrieg und Brexit zumindest eine teilweise Lösung gefunden wurde.
Der Gold-Future zur Lieferung im Februar, der an der Comex gehandelt wird, kostete zuletzt 1.479,65 Dollar pro Feinunze, während der Spot-Goldpreis weniger als 0,1% auf 1.475,18 Dollar sank.
Der Silber-Future verteuerte sich um 0,2% auf 17,04 Dollar pro Unze, während die Platin-Futures um 0,7% auf 935,65 Dollar zulegten.
Da sowohl die Federal Reserve (Fed) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) letzte Woche bekräftigt hatten, die Geldpolitik vorerst unverändert zu lassen, verlagert sich der Fokus der Anleger in dieser Woche auf die Bank of England (BoE) und die Bank of Japan (BoJ), die ihre geldpolitischen Entscheidungen jeweils am Donnerstag treffen.
Nach der Ankündigung von Premierminister Boris Johnson, wonach er eine Verlängerung der Übergangsphase nach dem Brexit per Gesetz ausschließen will, ist das Risiko eines No-Deal-Brexit wieder gestiegen. An den Märkten sorgte dies dafür, dass die Anleger wieder auf eine Zinssenkung der BoE in Betracht ziehen, um die Wirtschaft zu stützen. Diese Spekulation belastete das Pfund Sterling in den letzten 48 Stunden und gab dem Goldpreis eine solide Unterstützung.
Auch die Bank of Mexico ist eine Zentralbank, die nach der größtenteils sicheren Umsetzung des überarbeiteten USMCA-Deals die Zinssätze senken dürfte.
Die Bank of Japan und die norwegische Zentralbank werden voraussichtlich keine Änderungen an der Geldpolitik vornehmen.
Es gibt jedoch ein Währungsinstitut, von dem erwartet wird, dass es die Geldpolitik strafft: Die schwedische Riksbank hat bereits darauf hingewiesen, dass sie ihr Experiment mit negativen Zinssätzen beenden will, was angesichts der wachsenden Risiken für die Finanzstabilität beunruhigend ist. Es wird erwartet, dass der Leitzins von -0,25% auf 0% angehoben wird.

