Der Goldpreis ist am Mittwoch in Asien gestiegen, als Händler in das krisensichere Metall gingen, nachdem die britische Premierministerin Theresa May bei der Abstimmung zu ihrem Brexit-Vertragsentwurf im Parlament eine weitere Schlappe erlitten hatte.
Das Parlament lehnte Mays Austrittsabkommen am Dienstag zum zweiten Mal ab, was die Sorgen über ein “hard-Brexit” Szenario vor dem geplanten Austrittsdatum vom 29. März wieder aufleben ließ.
May wird am Mittwoch eine Abstimmung abhalten, ob der EU-Austritt ohne ein Übergangsabkommen durchgezogen werden soll (der sogenannte 'no-deal' oder harte Brexit). Sollte das Parlament auch hier nein sagen, dann sollen die Abgeordneten entscheiden, ob sie eine begrenzte Fristverlängerung von Artikel 50 des EU-Vertrags beantragen wollen, dem Gesetz, dass den Rechtsrahmen für das britische Ausscheiden aus der EU stellt.
In Asien überwogen an den Aktienmärkten am Mittwoch die negativen Vorzeichen, da die Investoren wenig Hang zum Risiko verspürten, aber die Unsicherheit belebte die Nachfrage nach dem krisensicheren Gold.
US-Goldfutures lagen an der Comex Sparte der New York Mercantile Exchange um 06:24 MEZ 0,5% höher auf 1.304,35 USD die Feinunze.
Der Dollarindex, der die amerikanische Währung gegenüber einem Korb aus anderen Währungen abbildet, stieg um 0,1% auf 96,968.
Gold wurde zusätzlich von eher schwachen Inflationsdaten vom Februar aus den USA unterstützt, die die Federal Reserve in ihrer derzeitigen Wartehaltung bestätigen werden.
Fed-Chef Jerome Powell begründete am vergangenen Freitag seine “Wartehaltung” damit, dass “nichts im Ausblick eine schnelle Antwort der Geldpolitik erfordert und das besonders angesichts des verhaltenen Inflationsdrucks.”
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