Goldpreis: Gold-ETFs mit höchsten Zuflüssen seit Anfang 2016

Goldpreis: Gold-ETFs mit höchsten Zuflüssen seit Anfang 2016

Nov 05, 2019

Auch im dritten Quartal haben Edelmetallanleger verstärkt in Gold-ETFs investiert. Die Zuflüsse im dritten Quartal stiegen nach Angaben des World Gold Council (WGC) um 258 Tonnen auf 2885 Tonnen. Dies sei der größte Quartalszuwachs seit dem Auftaktquartal 2016.

Verantwortlich dafür seien die Rückkehr der Zentralbanken rund um den Globus zu einer akkommodierenden Geldpolitik, die Nachfrage nach sicheren Häfen und Momentum-Käufe gewesen.

Das Nachfragewachstum stieg dagegen nur um moderate 3 Prozent auf 1.107,9 Tonnen.

Gold war weiterhin bei den Zentralbanken gefragt: Seit Jahresanfang erhöhten sie ihre Goldreserven um 547 Tonnen oder 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal stockten sie ihre Reserven um 156 Tonnen auf. Im YoY-Vergleich war allerdings ein Rückgang der Gold-Käufe von -38 Prozent zu verzeichnen, wie der Gold-Verband berichtete. Dies sei in Teilen auf die rekordhohen Netto-Käufe im dritten Quartal 2018 zurückzuführen.

Die Schmucknachfrage sei aufgrund der Stärke der Goldpreise, die neue Mehrjahreshochs und zum Teil neue Rekordhochs gegenüber einigen Währungen erreichten, um 16 Prozent gefallen. Aber auch die Sorge der Konsumenten vor einer konjunkturellen Verlangsamung der Weltwirtschaft habe zu dem Rückgang beigetragen.

Gleiches gilt für die Barren- und Münznachfrage, die im dritten Quartal um 50 Prozent eingebrochen sei, wie das World Gold Council mitteilte. "Privatanleger nutzten die Gelegenheit, Gewinne zu realisieren, anstatt neue Käufe zu tätigen", hieß es in der Mitteilung.

Der Gold-Future zur Lieferung im Dezember kostete am Dienstag 1.506 Dollar je Feinunze und damit 0,31 Prozent weniger als am Vortag. Sein Mehrjahreshoch markierte der Terminkontrakt für Gold am 04. September bei 1.566 Dollar je Feinunze. Seitdem ging es gemächlich nach unten.

Der Kassapreis für Gold (XAU/USD) hat gut 0,35 Prozent an Wert eingebüßt und kostete zuletzt 1.504 Dollar je Feinunze. Ähnlich wie der Gold-Future markierte der Spot-Preis am 04. September den höchsten Stand seit April 2013 bei 1.557 Dollar je Feinunze. Im Anschluss daran setzte eine moderate Korrektur ein, die den Goldpreis in der Spitze auf 1.459 Dollar drückte.

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