Die Goldpreise haben am Mittwoch dank der nachlassenden Risikobereitschaft zugelegt. Am Vortag waren die Preise für das Edelmetall noch um knapp 2% gefallen.
Die US-Aktienmärkte sind in den letzten Tagen kontinuierlich auf neue Rekordhochs geklettert. Hoffnungsvolle Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China gaben der Kursrallye neue Nahrung. Von einer Zurücknahme der zuletzt eingeführten Zölle bis hin zu einer möglichen Lockerung des Huawei-Verbots war in unterschiedlichen Medienberichten die Rede.
In der Folge ist Geld aus sicheren Häfen wie Anleihen und Gold abgeflossen, aber nicht in dem Maße, in dem Investoren bereit sind zu kapitulieren. Die spekulativen Positionen liegen nach wie vor in der Nähe des höchsten Standes seit dem Höhepunkt der quantitativen Lockerungspolitik der Federal Reserve, so dass Gold anfällig für einen plötzlichen Stimmungsumschwung der Aussichten für Risikoaktiva ist.
Bis 9:45 Uhr ET (1430 GMT) stiegen die Gold-Futures für die Lieferung an der Comex-Division um 0,4% auf 1.489,25 Dollar pro Feinunze, während Spot-Gold um 0,3% auf 1.488,03 Dollar anstieg.
Die Silber-Futures fielen um 0,1% auf 17,55 Dollar pro Unze, während Platin-Futures im Wesentlichen unverändert bei 930,05 Dollar blieben.
Die Analysten der JFD Bank schreiben in einer Notiz, dass die Preisrutsche der Gold-Futures am Dienstag "bei 1.479 Dollar gestoppt hat, was immer noch innerhalb der seit dem 1. Oktober etablierten Range zwischen 1475 und 1517 Dollar ist".
"Solange das Edelmetall innerhalb dieser Begrenzungslinien bleibt, ist die Ausgangslage neutral", fügten sie hinzu.
Chicagos Fed-Präsident Charles Evans ließ indes die Tür für zukünftige Zinssenkungen offen, sofern die US-Wirtschaft von einem Schockereignis getroffen werde. Später am Tag werden sich noch Williams und Harker äußern.

