Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte nach überwiegender Meinung von Analysten an diesem Mittwoch ihre Geldpolitik zum ersten Mal seit der großen Finanzkrise 2008 lockern.
Die US-Zentralbank wird nach Einschätzung der US-Großbank Goldman Sachs (NYSE:GS) die Zinsen heute Abend um 25 Basispunkte auf 2,00 bis 2,25 Prozent senken. "Das wäre eine Versicherung gegen das wachsende Abwärtsrisiko", schreiben die Goldmänner in einer Kundennotiz.
Während der Markt jedoch den Beginn eines neuen Lockerungszykluses einpreist, sieht Goldman Sachs auf kurze Sicht keinen großen geldpolitischen Zinssenkungszykluses.
"Wie auch die Fed, sehen wir die Zinssenkung am 31. Juli als Versicherung gegen den gedämpften Inflationsdruck und ein langsameres Wirtschaftswachstum an", schreibt Goldman Sachs.
Fed-Chef Powell hatte die Tür für eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed auf der Anhörung vor dem Kongress geöffnet. Die Fed stehe bereit, "angemessen zu handeln", um nachhaltiges Wachstum zu sichern, erklärte er damals.
Seit dem sind die Wahrscheinlichkeiten für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte am 31. Juli 2019 auf 100 Prozent gestiegen, was bedeutet, dass eine Absenkung als sicher gilt.
Die Wahrscheinlichkeit eines großen Zinsschritts ist zuletzt nach einer Reihe von guten US-Konjunkturdaten wieder gesunken. Nach wie vor gehen Volkswirte jedoch von zwei weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr aus - eine im September und die andere im Dezember. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt bei über 50 Prozent.
Heute Abend um 20 Uhr gibt die Federal Reserve ihre zinspolitische Entscheidung bekannt. Eine halbe Stunde später wird Fed-Chef Jerome Powell die Gründe für diesen Schritt auf einer Pressekonferenz erläutern.

