Devisen: US-Dollar stärker - Fed-Sitzung in Sicht

Devisen: US-Dollar stärker - Fed-Sitzung in Sicht

Jun 09, 2020

von Peter Nurse

Der Dollar ist am frühen europäischen Handel am Dienstag leicht gestiegen, aber die Kursspannen sind eng, da die Anleger auf das kommende Treffen der Federal Reserve als Orientierungshilfe abwarten.

Um 09:05 MEZ wurde der US-Dollar-Index, der die US-Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, weitgehend unverändert zu 96,823 gehandelt, nachdem er über den letzten Monat hin fast 3% gefallen war.

Letzte Woche hatten die US-Beschäftigungsdaten für Mai die Märkte mit einem unerwarteten Anstieg der Beschäftigung auf dem linken Fuß erwischt und die Futurekurse zeigen nun, dass die Anleger nicht mehr mit einem Rückgang der US-Zinssätze unter Null im nächsten Jahr rechnen.

Der Fokus liegt nun fest auf der Federal Reserve. Es wird nicht erwartet, dass diese etwas an den Zinsen ändern wird und die Anleger wägen jetzt die Wahrscheinlichkeit verstärkter Käufe von Anleihen im Zuge des Beschäftigungsberichts ab.

„Während die Fed den besseren Beschäftigungsreport zur Kenntnis nehmen könnten, sind die Notenbanker aber weit davon entfernt, den Liquiditätshahn zuzudrehen, der die Rally an den Finanzmärkten angeheizt hat“, kommentierte Analysten von ING in einem Research-Bericht. „Eine unveränderte FOMC-Stellungsnahme zum Kauf von Vermögenswerten sollte es dem Dollar erlauben, seinen Bärentrend im Verlauf der Woche fortzusetzen."

Ansonsten wurde der EUR/USD Kurs um 0,2% tiefer zu 1,1272 gehandelt und zeigte etwas Schwäche, nachdem Daten gezeigt hatten, dass die deutschen Exporte im April eingebrochen sind, als die Coronavirus-Krise die Nachfrage nach Waren aus Europas größter Volkswirtschaft verdampfen ließ.

Der Euro wurde durch den Schritt der Europäischen Zentralbank am Donnerstag angekurbelt, ihr Notkaufprogramm stärker als erwartet auf 1,35 Billionen Euro aufzustocken.

Der USD/JPY Kurs lag zuletzt um 0,3% tiefer auf 108,09, als er nach einem anfänglichen Hoch von 108,55, seinem höchsten Stand seit Anfang April, wieder schwächer wurde.

Das Pfund war am Dienstag ebenfalls schwächer gegenüber dem Dollar. Der GBP/USD Kurs sank um 0,2%, blieb aber über dem Niveau von 1,27.

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