Devisen: US-Dollar bleibt unter Druck - des Bären letzter Auftritt?

Devisen: US-Dollar bleibt unter Druck - des Bären letzter Auftritt?

Jun 09, 2020

Von Yasin Ebrahim

Der US-Dollar hat seine Talfahrt am Dienstag fortgesetzt und ist auf den tiefsten Stand seit drei Monaten gefallen. Allerdings wachsen die Zweifel an einer raschen Erholung der Weltwirtschaft, was die Nachfrage nach der Weltreservewährung bald wieder ankurbeln könnte, sagten Experten.

Der US-Dollar-Index, der den Greenback gegen sechs andere Währungen misst, fiel um 0,32% auf 96,30 Indexstellen.

Der Dollar dürfte in den kommenden Monaten aufgrund der steigenden Nachfrage nach sicheren Häfen an Stärke gewinnen, weil das Tempo der Konjunkturbelebung weltweit hinter den Erwartungen zurückbleiben dürfte, glaubt die Bank of America (NYSE:BAC).

Die Industrieländer werden sich frühestens im Jahr 2022 wieder beleben, und ohne Impfstoff bleibt das Risiko einer zweiten Covid-19-Welle angesichts der Lockerung des Corona-Regeln am Horizont.

"Für uns sehen die Märkte so aus, als ob sie eine deutliche Konjunkturerholung und eine Rückkehr zur Normalität bereits eingepreist haben, was wir jedoch erst im Falle eines Impfstoffs erwarten würden", fügte die BofA hinzu. "Wir glauben, dass die Volkswirtschaften einen langen viel Zeit zur Erholung brauchen werden, vorausgesetzt es werden zahlreiche Abwärtsrisiken wie die hohe Arbeitslosigkeit und sektorale Verschiebungen, die den Unternehmenssektor gefährden, abgewendet", so die BofA weiter.

Das Abrutschen des Dollars, der sich nach wie vor auf dem Weg zum vierten Wochenverlust in Folge befindet, kommt nur einen Tag vor der Entscheidung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve, die voraussichtlich die geldpolitischen Stellschrauben unverändert lassen wird, wobei es im Vorfeld Spekulationen über die Einführung eines aktiven Zinskurvenmanagements gibt.

Die Fed wird voraussichtlich auch ihre Projektionen zur Wirtschaft, Inflation und Arbeitslosigkeit vorlegen, die alle daran erinnern sollen, dass die Rückkehr der Weltwirtschaft auf den Wachstumspfad steinig werden dürfte.

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