Der US-Dollar wird in der Nähe der Einmonatstiefs gehandelt, nachdem US-Präsident Donald Trump am Dienstag erklärte, dass ein Handelsdeal mit China wohl nicht vor den Präsidentschaftswahlen 2020 passieren wird.
Der U.S. Dollar-Index, der den Greenback gegen sechs andere Währungen misst, notierte zuletzt auf 97,6.
Trump sagte gestern, er habe keine Frist für eine Vereinbarung mit China gesetzt. Seine Aussagen schürten die Angst vor einer neuen Eskalation im Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften auf der ganzen Welt.
Bereits am Montag sorgte Trump mit seiner Zollankündigung gegen Brasilien und Argentinien für Turbulenzen an den Märkten.
Der Präsident drohte dann mit Zöllen von bis zu 100 Prozent auf französische Waren als Reaktion auf eine Digitalsteuer, die Washington zufolge US-Tech-Unternehmen schadet.
US-Handelsminister Wilbur Ross sagte dann am Dienstag, dass, während die Gespräche auf Mitarbeiterebene mit chinesischen Vertretern fortgesetzt werden, keine hochrangigen Treffen geplant sind.
Wenn es kein Abkommen oder wesentliche Fortschritte in den Gesprächen vor dem 15. Dezember gibt, werden die Zölle auf die verbleibenden chinesischen Importe, einschließlich Handys, Laptops und Spielzeug, wirksam, kündigte Ross an.
"Die Erwartungen an ein Handelsabkommen zwischen den USA und China nehmen ab, und der Dollar/Yen hat sein Unterstützungsniveau unterschritten, so dass die Risiken nun auf der Unterseite liegen", sagte Takuya Kanda, General Manager of Research beim Gaitame.com Research Institute in Tokio.
"Mehr Zölle würden den Dollar/Yen noch tiefer drücken."
Marktanalysten sagten, dass der Dollar nur dann deutlich schwächer werden könnte, wenn die US-Konjunkturdaten sich weiter eintrüben und die Erwartungen an Zinssenkungen stark steigen. Die Geldmarkt-Futures deuten auf eine Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt bis Juli nächsten Jahres hin.
Der Dollar notierte gegenüber dem Yen zuletzt auf 108,48 und damit auf dem tiefsten Stand seit 21. November, während der Greenback zum Schweizer Franken auf 0,9856 handelte.
Der japanische Yen und der Schweizer Franken profitieren in der Regel von Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten und geopolitischen Risiken.
Der Euro wurde kaum verändert bei 1,1085 gehandelt.

