Zinsanstieg belastet: Goldpreis rutscht erneut ab

Zinsanstieg belastet: Goldpreis rutscht erneut ab

Nov 11, 2019

Der Goldpreis gibt am Montag wieder nach. Steigende Anleiherenditen belasten. Widersprüchliche Signale im Handelsstreit und die Unruhen in Hongkong bieten dem gelben Metall nur kurz eine Unterstützung.

  • Der Gold-Future zur Lieferung im Dezember verbilligte sich um 9,85 Dollar oder 0,67 Prozent auf 1.452,85 Dollar je Feinunze und erreichte damit den tiefsten Stand seit Anfang August.
  • Spot-Gold fiel um 0,50 Prozent oder 7,33 Dollar auf 1.450,60 Dollar je Feinunze.
  • Der in Euro gerechnete Goldpreis wurde zuletzt um 0,80 Prozent oder 10,51 Euro tiefer auf 1.312,97 Euro je Feinunze gehandelt.
  • Als Hauptbelastungsfaktor gilt nach wie vor der jüngste Zinsanstieg, der als Bremsfaktor für die Goldnachfrage fungieren könnte. Zwar blieb der US-Rentenmarkt am Montag aufgrund des "Tag der Veteranen" geschlossen. Der iShares 20+ Year Treasury Bond (NASDAQ:TLT), der sich invers zu den US-Anleiherenditen bewegt, verlor 0,09 Prozent auf 134,80. In Deutschland legte die Zehnjahresrendite um 5,83 Prozent auf -0,251 Prozent.
  • Die Hoffnung darauf, dass die konjunkturelle Talsohle bereits durchschritten wurde sowie die Zinspause der Fed haben die Anleiherenditen zuletzt spürbar angehoben.
  • Matt Simpson von Cityindex schrieb in einer Notiz, dass die "Bären klar die Kontrolle haben und das Momentum signalisiert, dass wir uns in einer Impulswelle nach unten befinden.“
  • "Wenn wir uns in einem Double ZigZag befinden, könnte die Preiszone bei 1.411 bis 1.417 ein mögliches Ziel darstellen, wo eine 100% Projektion der ABC-Korrektur und der 200-Tage-EMA" liegen. Als Schlüsselwiderstand definiert Simpson die 1.519,70 Dollar-Marke.

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