ZEW-Indikator leicht besser als erwartet, aber weiterhin schwach

ZEW-Indikator leicht besser als erwartet, aber weiterhin schwach

Feb 19, 2019

Die Experten beurteilen die Aussichten der deutschen Konjunktur optimistischer als zuvor. Trotzdem bleibt der Indikator auf tiefem Niveau.

Die Konjunkturerwartungen der monatlich befragten Analysten und institutionellen Anleger erholten sich im Februar von minus 15 auf minus 13,4 Punkte. Nach wie vor befindet sich er Indikator jedoch im negativen Bereich und unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 22,4 Punkten.

Von befragte Volkswirte hatten mit minus 14,1 Punkte gerechnet.

"Eine schnelle Korrektur der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung wird aktuell nicht erwartet. Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich vor allem im produzierenden Gewerbe enttäuschend entwickelt. Die Industrieproduktion ist erneut gesunken, die Auftragseingänge stocken und vom Außenhandel kommen derzeit keine neuen Impulse. Dies spiegelt sich im starken Rückgang der Lageeinschätzung wider. Für die kommenden sechs Monate erwarten die Finanzmarktexperten/-innen unserer Umfrage auch keine Verbesserung", kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen für die Euro-Zone stiegen von minus 20,9 auf 16,6 Zähler.

Der Index zur aktuellen Lage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sank von 27,6 auf 15,0 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Dezember 2014.

Der DAX und der Euro reagierten kaum auf die Zahlen von ZEW. Im Fokus der Anleger stehen weiterhin die Handelsgespräche zwischen den USA und China, die heute auf niedrigerer Ebene in Washington fortgesetzt werden. Der US-Handelsbeauftragte Lighthizer und der stellvertretende chinesische Premierminister Liu He werden die Gespräche erst am am Donnerstag fortsetzen.

Auch die Möglichkeit von US-Strafzölle auf europäische Auto-Importe könnte die Märkte weiterhin beschäftigen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker drohte im Falle von US-Zölle angemessene Gegenmaßnahmen an.

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von Robert Zach

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