Es gilt mittlerweile schon fast als sicher: Der Bezahldienstleister Wirecard (DE:WDIG) wird das zweitgrößte deutsche Bankhaus Commerzbank (DE:CBKG) in der Königsklasse der deutschen Aktien ablösen.
Die Prophezeiung scheint sich also zu erfüllen und damit kommen auf den Aufsteiger neue Herausforderungen zu. Manchmal kann ein Aufstieg in den DAX auch mehr Fluch als Segen sein. Schließlich steht das Unternehmen dann plötzlich im Fokus der Anleger, Journalisten und der breiten Öffentlichkeit, und die werden die Wirecard dann ganz genau unter die Lupe nehmen.
Wir hatten gestern geschrieben, dass ein Aufstieg der Wirecard in den DAX als ausgemachte Sache gilt und dass bereits sehr viele gute Nachrichten in den Aktienkurs eingepreist sind, was einen unaufhaltsamen Anstieg des Zahlungsdienstleisters unwahrscheinlich macht.
Langfristig besteht aber kein Zweifel daran, dass man mit der Wirecard rechnen muss. Aufgrund des überhitzten Kurs, der schon fast parabolisch gestiegen ist in den letzten Monaten, ist ein Rücksetzer oder eine gesunde Korrektur mehr als wahrscheinlich.
Und so kam es dann heute auch: die Wirecard begann den Handelstag auf einem neuen Rekordhoch bei 197,80 Euro, konnte dann das Niveau aber nicht halten und so taumelte der Kurs gut 7 Euro nach Süden, wo sich die Aktie aktuell zu stabilisieren versucht.
Als potenzielles Korrekturziel hatten wir gestern die Marke von 160 Dollar ausgegeben, wo das ehemalige Ausbruchsniveau verläuft.
Am Mittwoch wird darüber entschieden, ob die Wirecard tatsächlich in den DAX aufgenommen wird. Anleger sollten sich auf volatile Stunden einstellen vor und nach der Bekanntgabe einstellen.
