Von Gina Lee
Der US-Dollar legte am Mittwochmorgen moderat zu. Die Nachwehen des Ölpreis-Crash erhöhten die Risikoaversion und begünstigten so die Flucht in den Greenback.
Der U.S. Dollar Index, der den Dollar gegenüber einem Korb anderer Währungen misst, stieg bis 6:34 Uhr um 0,02% auf 100,395. Die Anleger strömten in den sicheren Hafen, weil die Ölpreise indes Mühe haben sich von den Ausverkäufen in den negativen Bereich am Montag zu erholen.
"Die Bären gewinnen mit Sicherheit die Oberhand", sagte Chris Weston, Research-Leiter beim Finanzdienstleister Pepperstone, in einem Interview mit CNBC. Er fügte hinzu, dass es schwierig sei, in einem solchen Umfeld gegen den Dollar zu wetten.
Der USD/JPY hielt sich aufgrund der höheren Risikoaversion bei 107,75.
Der AUD/USD legte um 0,48% auf 0,6310 zu und der NZD/USD stieg um 0,24% auf 0,5970. Neuseelands Zentralbankchef zog gestern erneut die Einführung von negativen Zinsen in Betracht.
"Der Rückgang der Rohstoff- und Aktienpreise ist das Signal der Marktteilnehmer, dass die Weltwirtschaft noch einige Zeit unter ihrem Potenzial bleiben wird, selbst wenn die Lockdowns gelockert werden", sagte der Devisenanalyst der Commonwealth Bank of Australia, Joe Capurso, in einem Gespräch mit CNBC.
"Wir gehen davon aus, dass die schwache Weltwirtschaft den australischen Dollar belasten wird und dass der Australische Dollar in den kommenden Monaten um 0,6000 Dollar schwankt."
Der USD/CNY verlor 0,07% auf 7,0866 und der GBP/USD fiel um 0,02% auf 1,2290. Damit setzt das Cable seine zweiwöchige Talfahrt fort. Der Chefökonom der Bank of England, Andy Haldene, schätzt die Erfolgsaussichten auf eine schnelle Erholung der britischen Wirtschaft gering ein.
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