USA: ISM-Index Service-Sektor überrascht positiv im Oktober - US-Dollar im Aufwind

USA: ISM-Index Service-Sektor überrascht positiv im Oktober - US-Dollar im Aufwind

Nov 05, 2019

Die Stimmung der US-amerikanischen Dienstleister hat sich im Oktober überraschend deutlich aufgehellt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) erhobene Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor (NMI) stieg von 52,6 im September auf 54,7 im Oktober. Von befragte Volkswirte hatten im Vorfeld des viel beachteten Index mit einem Wert von 53,5 gerechnet.

An den Finanzmärkten gilt diese Befragung von Einkaufsleitern und Firmenchefs als einer der einflussreichsten Wirtschaftsindikatoren, weil sie die Wirtschaftsentwicklung eines Landes zu einem frühen Zeitpunkt aus mehreren Winkeln abbildet.

Indexwerte über 50 signalisieren eine positive Geschäftsentwicklung im Dienstleistungsgewerbe im Vergleich zum Vormonat, während bei einem Fall unter 50 mit einer negativen Geschäftsentwicklung zu rechnen ist.

Die Subkomponente "Geschäftsaktivität" stieg von 55,2 auf 57,0. Auch die Beschäftigungskomponente erholte sich. Sie stieg um 3,3 auf 53,7 und damit auf den höchsten Stand seit August.

Für den Subindex "Auftragseingang" ging es von 53,7 auf 55,6.

Insgesamt präsentiert sich der Dienstleistungssektor überraschend stabil im Oktober. Nimmt man noch die persönlichen Einkommen und die Privatausgaben hinzu, gibt es noch keinen Hinweis darauf, dass der Konsum in den USA demnächst einbrechen könnte. Die Wetten auf weitere Fed-Zinssenkungen sollten mit dem ISM-Index Service keine Nahrung erhalten.

Die Reaktion der Märkte

Alle drei US-Indizes konnten zunächst deutlich zulegen, zogen sich im Anschluss aber wieder etwas zurück. Der S&P 500 liegt mit 1,59 Punkten im Minus, der Dow Jones erreichte mit dem ISM ein neues Rekordhoch, verlor vom Hoch aber gut 80 Punkte und notiert zuletzt auf 27.496.

Vom ISM-Index profitieren konnte vor allem der US-Dollar-Index, der sich um 0,39 Prozent erholte. Der EUR/USD gibt dagegen um knapp 0,50 Prozent nach.

Stark unter Druck steht der Goldpreis, der sich um 20 Dollar verbilligt.

Die Zehnjahresrendite aus den USA steigt über die Marke von 1,80 Prozent.

von Robert Zach

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