Die US-Firmen haben im November deutlich weniger stellen als erwartet. Es kamen gerade einmal 67.000 Mitarbeiter hinzu, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch mitteilte. So gering war der Stellenaufbau zuletzt im Juni 2019.
Von befragte Volkswirte hatten mit 140.000 gerechnet.
Der Vormonat wurde um 4.000 auf 121.000 heruntergesetzt.
Im Service-Sektor wurden 85.000 neue Stellen geschaffen. Dagegen baute das produzierende Gewerbe 18.000 Mitarbeiter ab. Nur im Bereich Mining wurden Stellen gestrichen.
Insgesamt ein enttäuschender Bericht, vor allem da in 6 der 10 Subkategorien Stellen abgebaut wurden. Am Freitag steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Erwartet werden plus 180.000 Stellen. Dies könnte sich angesichts des schwachen Jobberichts als zu hoch erweisen. Im Fokus nun der ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen um 16 Uhr.
Die Reaktion der Märkte
Die Reaktion der Märkte auf den ADP-Report war begrenzt: der Dow steigt 0,45 Prozent auf 27.611 Punkte und der S&P 500 legt 11,38 Punkte oder 0,37 Prozent auf 3.102,38 Zähler zu. Der VIX - das Angstbarometer an der Wall Street - fällt 3,36 Prozent auf 15,68.
Der Goldpreis löst sich von seinen Sitzungstiefs, liegt aber noch leicht im Minus.
Der US-Dollar-Index, der den Greenback gegen sechs andere Währungen misst, weist mit 97,515 ein Minus von 0,19 Prozent auf. Für den EUR/USD geht es dagegen um 0,12 Prozent hoch.
Am Rentenmarkt hält sich die Zehnjahresrendite aus den USA leicht im Plus.
von Robert Zach

