Der beispiellose Nachfrageeinbruch gemeinsam mit dem Überangebot an Öl lässt die Öltanks in den USA volllaufen. Deshalb liefern die US-Ölproduzenten jetzt in die strategischen Ölreserven (SPR) des Landes, die sich in vier unterirdischen Depots an der Meeresküste der US-Bundesstaaten Louisiana und Texas befinden, wie Bloomberg berichtete.
In diesem Monat seien bereits 1,1 Millionen Barrel in die Lager der strategischen Ölreserve geliefert worden. Das Energieministerium habe die Anfang des Monats angekündigten Verträge abgeschlossen. Einem Funktionär zufolge können Unternehmen in die SPR etwa 23 Millionen Barrel an Kapazitäten mieten.
Am 14. April teilte das Energieministerium mit, dass man mit neun Produzenten über Pachtverträge verhandle, wobei der größte Teil des Öls im Mai und Juni geliefert werden solle, und mögliche vorzeitige Lieferungen im April.
Dies ist Teil des Plans der Trump-Administration, um den dramatischen Absturz des Erdölpreises dafür zu nutzen, die strategische Ölreserve des Landes aufzustocken. Mitte April sagte Trump, er wolle die Reserven um bis zu 75 Millionen Barrel erhöhen.
Das an der ICE gehandelte Barrel der Sorte Brent-Öl zur Juni-Lieferung steigt um 0,18 Prozent auf 23,25 Dollar. Für das an der Warenterminbörse NYMEX in New York gehandelte Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI-Öl) mit einer Laufzeit bis Juni geht es um 3,29 Prozent nach unten auf 12,37 Dollar.
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