US-Energiebehörde EIA erhöht Ölpreis-Prognose

US-Energiebehörde EIA erhöht Ölpreis-Prognose

Jun 10, 2020

Die US-Energiebehörde (Energy Information Administration - EIA) hat ihre Ölpreis-Prognose für 2020 nach oben revidiert, wie aus dem kurzfristigen Energiebericht (Short Term Energy Outlook - STEO) hervorgeht.

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet die EIA mit einem durchschnittlichen Brent-Kassapreis von 38,02 Dollar (zuvor 34,13 Dollar), für das Gesamtjahr 2021 dann mit einem durchschnittlichen Brent-Kassapreis von 47,88 Dollar (zuvor 47,81 Dollar).

Der Preis für die US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) soll im laufenden Jahr durchschnittlich 35,14 Dollar betragen und sich im Gesamtjahr 2021 auf 43,88 Dollar erholen, wie der STEO-Bericht zeigte. Zuvor hatte die US-Energiebehörde den Preis für WTI Öl im Gesamtjahr 2020 bei 30,10 Dollar und im Gesamtjahr 2021 bei 43,31 Dollar gesehen.

"Die Prognose steigender Ölpreise spiegelt den erwarteten Rückgang der weltweiten Öllagerbestände in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 und bis 2021 wider", erklärte die EIA in ihrem kurzfristigen Energieausblick, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

"Die EIA rechnet mit hohen Lagerbestandszahlen, und die freie Erdölförderkapazität wird den Preisauftrieb in den kommenden Monaten begrenzen, aber wenn die Lagerbestände bis ins Jahr 2021 abnehmen, wird sich dieser Preisauftrieb vergrößern", fügte die EIA hinzu.

Die EIA geht nun davon aus, dass die weltweiten Öllagerbestände bereits im Juni und damit einen Monat früher als zuvor prognostiziert abnehmen werden. Der früher als erwartete Rückgang ist laut der US-Energiebehörde das Ergebnis eines drastischeren Einbruchs der weltweiten Ölproduktion im Juni und einer weltweit höheren Ölnachfrage als ursprünglich angenommen.

Die globalen Erdölreserven lagen Ende Mai nach Schätzungen der EIA rund 1,4 Milliarden Barrel über dem Stand von Ende 2019.

Bei der Energy Information Administration handelt sich um eine politisch unabhängige Behörde mit Sitz in Washington. Sie führt regelmäßig umfangreiche Datenerhebungen durch, um den Ölmarkt transparenter zu machen. Einmal pro Woche - immer Mittwochs um 16.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit - werden die US-Rohöllagerbestände gemeinsam mit Zahlen zur Auslastung der Raffinerien, zu den Importen und zu den Exporte sowie zur Ölproduktion veröffentlicht.

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