Die deutschen Maschinenbauer haben für 2020 ein düsteres Bild gezeichnet und glauben, dass die Produktion frühestens in der zweiten Jahreshälfte anzieht.
2020 rechnen die Volkswirte des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. mit einem Produktionsrückgang von real 2 Prozent. Eine schnelle Besserung sei nicht in Sicht, sagte die VDMA. Erst im Laufe des Jahres werden sich die Auftragsbücher wieder füllen. Voraussetzung dafür seien jedoch "positive Geschäftsklimadaten".
"Für eine Entwarnung ist es zu früh, denn die weltwirtschaftliche Entwicklung wird nach wie vor durch ein hohes Maß an Unsicherheit belastet", sagte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker auf der Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt. "Unsere Industrie steckt nicht in einer Krise, aber viele unserer Kunden sind verunsichert und verschieben oder stoppen derzeit ihre Investitionen."
Die anhaltende Schwäche, die auf eine geringe globale Nachfrage, drohende Handelssanktionen und Verwerfungen in der Automobilindustrie zurückzuführen ist, hat die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr am Rande einer Rezession gebracht. Der deutsche Maschinenbau verzeichnete bis Oktober einen Rückgang der Produktion um 1,8 Prozent, die Auftragseingänge gingen im gleichen Zeitraum um 9 Prozent, wie die VDMA mitteilte.
Die deutsche Industrie war schwach in das Schlussquartal gestartet. Sowohl die Auftragseingänge als auch die Industrieproduktion brachen im Oktober unerwartet ein. Aus Sicht der Bundesbank dürfte die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal stagnieren.

