Top 5: Grusel-Daten aus den USA - Chinas Industrie fährt Produktion hoch - US-Börsen dürften leicht tiefer starten - Gold&Silber glänzen

Top 5: Grusel-Daten aus den USA - Chinas Industrie fährt Produktion hoch - US-Börsen dürften leicht tiefer starten - Gold&Silber glänzen

Mai 15, 2020

Von Geoffrey Smith

Machen Sie sich auf eine Flut schlechter Wirtschaftsdaten gefasst, denn heute erwarten uns die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion für April sowie die wichtige Michigan Umfrage zur Verbraucherstimmung. Die Aktien sind bereits im Vorfeld der Veröffentlichungen gefallen. Chinas Fabriken erwachen zwar zum Leben, aber die Verbraucher sitzen auf ihrem Geld. Das Repräsentantenhaus kann über das neue Konjunkturpaket der Demokraten in Höhe von 3 Billionen Dollar abstimmen. Gold und Silber setzen ihre Rallye zusammen mit dem Ölmarkt fort, der seine Angst vor einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage scheinbar unter Kontrolle hat. Hier erfahren Sie, was Sie an den Finanzmärkten am Freitag, dem 15. Mai, wissen müssen.

1. Grusel-Daten aus den USA

Der Aktienmarkt hat eine weitere Woche mit schlechten Arbeitslosenzahlen überstanden - doch bereits heute wird er auf eine neue Probe gestellt, denn heute stehen die US-Einzelhandelsumsätze auf der Agenda.

Die Daten per Berichtsmonat April werden um 14.30 Uhr (MEZ) veröffentlicht. Erwartet wird ein Rückgang von 12% gegenüber März. Es wäre der größte Einbruch seit Beginn der Datenaufzeichnung.

Um 15.15 Uhr werden dann die Daten zur Industrieproduktion und der Produktion im verarbeitenden Gewerbe bekannt gegeben. Von befragte Volkswirte rechnen mit einem Rückgang um 11,5% bzw. 13%.

Masochisten können anschließend den Empire State Manufacturing Index um 15:30 Uhr und den von der Uni-Michigan erhobenen Verbraucherstimmungsindex um 16 Uhr in vollen Zügen genießen.

2. Chinas Industrie fährt Produktion hoch

Wenn man sich an China orientieren will, dann ist zu erkennen, dass die Erholung der Produktion schneller vonstatten geht, als die des Konsums.

Die heute veröffentlichten chinesischen Daten zeigten, dass die Industrieproduktion des Landes zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie im Jahresvergleich gestiegen ist. Sie erhöhte sich um 3,9%. Erwartet wurde ein Plus von 1,5%. Dennoch steht die Produktion seit Jahresbeginn immer noch um 4,9% tiefer.

Unterdessen sind die Einzelhandelsumsätze im Jahresvergleich um 7,5% eingebrochen. Der Rückgang war stärker als von Volkswirten erwartet worden ist.

Der chinesische A-Aktienmarkt fiel um 0,4%, während der technologielastigere CSI 300 stagnierte.

3. US-Börsen dürften leicht tiefer starten

U.S. stocks are set to open modestly lower, on course to end the week down amid concerns about new waves of coronavirus infections both at home and abroad.

Die US-Börsen dürften nach der Erholungsrallye von gestern leicht tiefer starten, wobei die Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie die Furcht vor einer zweiten Infektionswelle die Stimmung belasten.

Der Dow Jones 30 Futures verlor 84 Punkte oder 0,3%, während der S&P 500 Futures und der NASDAQ 100 Futures beide um jeweils 0,2% fielen.

Der US-Ölpreis legte weiter zu und gewann 2,0% auf 28,09 Dollar. Für ein Fass der Nordseesorte Brent ging es um 2,2% nach oben auf 31,80 Dollar. Mehr und mehr Anzeichen dafür, dass der Markt im Laufe des Jahres ein neues Gleichgewicht erreichen könnte, unterstützen den Preis für das schwarze Gold im Vorfeld des Rollovers am 19. Mai.

4. Repräsentantenhaus könnte über neues Konjunkturpaket der Demokraten abstimmen

Das Repräsentantenhaus wird möglicherweise am späten Freitagabend über den neuen Gesetzentwurf der Demokraten in Höhe von 3 Billionen Dollar abstimmen, obwohl Kommentare des Senats und der Verwaltung darauf hindeuten, dass die Chancen gering sind, dass dieser in seiner jetzigen Form in Kraft tritt.

Der so genannte "Health and Economic Recovery Omnibus Emergency Solutions (HEROES) Act" würde die Arbeitslosenhilfe aufstocken, die Lebensmittelmarken erhöhen und die Notfallzuschüsse für kleine Unternehmen steigern.

5. Gold&Silber glänzen

Regierungen und Zentralbanken werfen mit Geld nur so um sich, um die Volkswirtschaften in der Covid-19-Krise zu unterstützen. Das begünstigt die Edelmetalle.

Gold-Futures erreichten über Nacht ein Drei-Wochen-Hoch und konsolidieren in Reichweite des 8-Jahres-Hochs. Die Silber-Futures haben mit 16,64 Dollar je Unze ihren höchsten Stand seit zwei Monaten erreicht.

Die Renditen der US-Staatsanleihen glauben jedoch noch nicht so recht an eine breit angelegte Währungsabwertung: Sie blieben weitgehend unverändert, liegen aber nur ein paar Basispunkte über den historischen Tiefstständen, die sie zu Beginn des Monats erreicht hatten. 

Unterstützung erhalten sie durch den Glauben, dass die Auswirkungen der Covid-19-Krise deflationär sein werden, bevor sie inflationär werden.

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