Die Ölpreise erholten sich am Montag angesichts der besser als erwarteten Einkaufsmanagerindizes (PMIs) aus China und der Erwartung, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und ihre Verbündeten die Produktionskürzungen bei ihrem Treffen im Laufe dieser Woche vertiefen könnten.
Der Ölpreis stieg am Montag, nachdem Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) am Sonnabend auf 50,2 hereinkam. Zum ersten Mal seit sieben Monaten zeigte er damit eine Expansion im Sektor, was einen Anstieg der Kraftstoffnachfrage nach sich ziehen sollte. Am Montagmorgen lag der privat erstellte Caixin/Markit PMI bei 51,8, nach 51,7 im Oktober und höher als der erwartete Wert von 51,4.
Nachdem sie heute um mehr als einen Dollar gestiegen waren, lagen die US-Rohöl-Futures gegen 04:48 MEZ um 1,67% höher auf 56,09 USD und auch der internationale Benchmark Brent verteuerte sich um 1,31% auf 61,28 USD.
"Zu Handelsstart unterstützte die überraschend robuste Fabrikaktivität in China, als die in die Zukunft schauenden PMIs die Erwartungen schlugen", zitierte Reuters Stephen Innes, Chefstratege für den asiatischen Markt bei AxiTrader.
Investoren verfolgen das OPEC-Treffen am 5. und 6. Dezember mit großer Aufmerksamkeit. Es wird erwartet, dass die OPEC und ihre Verbündeten dort die bestehenden Einschnitte bei der Ölproduktion um etwa 400.000 Fass am Tag (barrels per day, bpd) auf 1,6 Millionen bpd vertiefen und die Einschnitte bis mindestens Juni 2020 verlängern dürften. Die derzeitigen Angebotsreduktionen der Gruppe von 1,2 Mio. bpd begannen im Januar und laufen Ende März 2020 aus.
Die Rohölpreise brachen am vergangenen Freitag um 5% ein, als Russland gemischte Signale zu seiner Bereitschaft zu einer Fortführung der Produktionskürzungen verbreitete und US-Präsident Donald Trump zwei Gesetzesvorlagen unterzeichnete, die die Proteste in Hongkong gegen Peking unterstützen, was die Handelsspannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt verschärfte.
Im November stiegen die Ölpreise aufgrund der Erwartungen, dass die beiden Länder bis Ende des Jahres ein Handelsabkommen erzielen würden. Die jüngst aufgekommenen neuen Spannungen könnten jedoch die Ölpreise im nächsten Jahr belasten, zusammen mit neuem Angebot, das zu einem Überangebot führen könnte, ergab eine Reuters Umfrage am Freitag.

