Der US-Erdgaspreis baut seine Preisabschläge am Dienstag weiter aus. Mildere Temperaturen in den USA in den nächsten fünf Tagen und erneute Produktionsrekorde haben den Erdgasmarkt seit Wochenauftakt unter Druck gesetzt.
Der US-Erdgaspreis für die Sorte Henry Hub zur Lieferung im Dezember wurde zuletzt mit einem Minus von 1,74 Prozent auf 2,538 Dollar je Million Btu gehandelt.
Die Commodity Weather Group LLC teilte am Montag mit, dass die Temperaturen in den unteren 48 US-Bundesstaaten nach einem kurzen Kälteeinbruch in den nächsten fünf Tagen wieder ansteigen werden. Dies dürfte den Heizwärmebedarf begrenzen und damit den Erdgaspreis belasten.
Unter Druck geraten sind die Erdgaspreise auch deshalb, weil am Wochenende neue Produktionsrekorde aufgestellt wurden. Die Schätzungen zu dem Durchfluss durch die Gaspipelines signalisieren, dass die Trockengasproduktion auf über 93 Milliarde Kubikfuß gestiegen sei und den Monat nahe der Rekordhochs beenden dürfte, schreiben die Energieberater von Gelber & Associates in einer Notiz. "Zwar hat sich das Produktionswachstum in den letzten Wochen verlangsamt, doch droht jeder Produktionsanstieg das derzeitige Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu verschärfen."
Am Mittwoch stehen die US-Erdgaslagervorräte im Fokus. Nach einem Rückgang von 94 Milliarden Kubikfuß rechnen Erdgasbeobachter mit einer Entnahme von 89 Milliarden Kubikfuß.
Die Ölpreise sind dank des Handelsoptimismus leicht gestiegne. Der Preis für die US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 0,45 Prozent auf 58,27 Dollar je Barrel. Ein Fass der Nordseesorte Brent stieg um 0,34 Prozent auf 62,83 Dollar je Barrel.
RBOB bleifreies Benzin weist ein Plus von 1,14 Prozent auf.

