Rallye bei Energieaktien treibt Dow Jones nach oben

Rallye bei Energieaktien treibt Dow Jones nach oben

Apr 02, 2020

Von Yasin Ebrahim

Der Dow Jones hat am Donnerstag seine Gewinne ausgebaut und dabei den an der Wall Street als "zerstörerisch" bezeichneten Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung dank stark steigender Energieaktien (NYSE:XLE) erfolgreich abgewehrt. Die Ölpreise legten in der Hoffnung, dass Saudi-Arabien und Russland sich darauf einigen könnten, ihre Produktion zu drosseln und ihren Preiskampf zu beenden, kräftig zu.

Der Dow stieg um 1,50% oder 313 Punkte. Der S&P 500 legte um 1,99% zu und der Nasdaq Composite gewann 1,45%.

Der Energiesektor, welcher zu den am stärksten von der Covid-19-Pandemie betroffenen Sektoren gehörte, entwickelte sich vom Feind zum Freund, als Präsident Donald Trump die Hoffnung auf ein Ende des saudisch-russischen Preiskriegs entfachte und sagte, er erwarte, dass beide Nationen ihre Produktion um bis zu 15 Millionen Barrel pro Tag kürzen würden, was den Ölpreis um 24% in die Höhe trieb.

Apache (NYSE:APA) gewann 26%, Occidental Petroleum (NYSE:OXY) stieg um 23% und Diamondback Energy (NASDAQ:FANG) kletterte um 19%.

"Ich habe gerade mit meinem Freund MBS (Kronprinz) von Saudi-Arabien gesprochen, der mit Präsident Putin von Russland gesprochen hat und ich erwarte und hoffe, dass sie etwa zehn Millionen Barrel zurückschrauben werden", schrieb Trump auf Twitter.

Das Potenzial für eine Senkung um 15 Millionen Barrel pro Tag dürfte jedoch eine Angebotsschwemme kaum verhindern, da Stacey Morris von Alerian davon ausgeht, dass die Auswirkungen des Coronavirus die Nachfrage um etwa 20 Millionen Barrel pro Tag reduzieren dürfte, berichtete das Wall Street Journal.

"Es ist eindeutig besser als die Alternative, nichts zu tun und darauf zu warten, dass physische Lagerungsbeschränkungen die Produktion einschränken", sagte Morris. "Aber selbst wenn die Drosselung insgesamt 15 Millionen Barrel pro Tag beträgt, könnte sich der globale Ölmarkt immer noch in einer Situation des Überangebots befinden", so Morris.

Der US-Aktienmarkt legte trotz steigender Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zu. Letzte Woche hatten 6,65 Millionen Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt - ein neues Rekordhoch.

Der negative Arbeitsmarktbericht kam vor den morgen anstehenden Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass der NFP-Bericht "das wahre Ausmaß der Arbeitsplatzverluste widerspiegelt, da der Erhebungszeitraum nur bis zur zweiten Märzwoche reichte, bevor Social Distancing und Unternehmensschließungen Millionen von Menschen arbeitslos machten", sagte RBC.

Die Coronavirus-Infektionen nähern sich weltweit der Marke von 1 Million, mit bisher mehr als 50.000 Toten.

Hinweis: Hier geht es zur Seite mit den Futures-Kursen, hier zum Dow Jones-Chart, hier zur technischen Dow Jones-Übersichtsseite und hier zu den Dow Jones-Einzelwerten. Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse des Tages finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Registrieren Sie sich bei Libertex!

Üben Sie kostenlos auf einem Demokonto mit 50.000 Euro

REGISTRIEREN
oder starten Sie jetzt den Handel mit Echtgeld