Pfund Sterling stabil nach Brexit-Schlappe für May

Pfund Sterling stabil nach Brexit-Schlappe für May

Jan 16, 2019

Das Pfund festigte sich am Mittwoch, nach einem Einbruch über Nacht. Das britische Parlament lehnte den Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May mit überwältigender Mehrheit ab, was die Unsicherheiten über den Rückzug des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union noch verschärfte.

GBP/USD war bei 1,2862 , nachdem er am späten Dienstag bis auf 1,2667 gefallen war.
Das Parlament stimmte am Dienstag mit 432-202 Stimmen gegen den Deal vom May, die schlimmste Parlamentsniederlage für eine Regierung in der jüngsten britischen Geschichte.

Das Pfund Sterling war im Zuge der Abstimmung um mehr als 1 Prozent gegenüber dem Dollar gesunken, bevor es sich wieder erholte. Die große Niederlage für May zwingt Großbritannien verschiedene Optionen zu verfolgen. Diese Optionen könnten immer noch zu radikal unterschiedlichen Ergebnissen führen. Von einem weiteren Referendum, welches den Brexit letztendlich aufhebt, bis hin zu politischen Umwälzungen, die zu einer ungeordneten Situation führen.

"Während die Höhe des Verlusts von May eine Überraschung war, war die Niederlage an sich etwas, das der Markt schon seit langem eingepreist hatte. Es scheint, dass die Teilnehmer nach der Abstimmung, Shorts im Pfund abdeckten", sagte Yukio Ishizuki, Senior Currency Strategist bei Daiwa Securities.

"Der Markt berücksichtigt nun die Verlängerung der Brexit-Frist im März. Längerfristig kann es auf zwei Szenarien hinauslaufen - ein Brexit ohne Deal oder gar kein Brexit."

Die Frist für Brexit ist der 29. März, aber da die Uhr schnell tickt, scheint es nun wahrscheinlicher, dass Großbritannien eine Verlängerung der Frist anstrebt.

Das Pfund Sterling blieb gegenüber dem Euro mit EUR/GBP bei 0,8874 kaum verändert.
Die Einheitswährung blieb gegenüber der US-Währung stabil, wobei EUR/USD bei 1,1419 den Besitzer wechselte.

Der Yen, der typischerweise von Anlegern als sicherer Hafen in Zeiten von Wirtschafts- oder Marktunsicherheiten gesucht wird, war gegenüber dem Dollar etwas gestiegen, wobei USD/JPY um 0,12 Prozent auf 108,53 fiel.

Der U.S. Dollar Index, der die Stärke des Dollar gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen misst, fiel um 0,18 Prozent auf 95,50.

Der Dollar blieb auf dem Standgas, da man bei den Gesprächen der USA mit China in der vergangenen Woche keine Fortschritte in strukturellen Fragen feststellen konnte.

Die Investoren "konzentrieren sich hauptsächlich auf das Ergebnis der Handelsverhandlungen zwischen den USA und China, aber es kann mehr als einen Monat dauern, bis ein Ergebnis absehbar wird", sagte Ayako Sera, Marktstratege bei der Sumitomo Mitsui Trust Bank.

"Es ist schwer für die Marktstimmung, die eine oder andere Richtung einzuschlagen, solange unklar bleibt, welches Ergebnis erzielt wird."

Der Dollar wurde auch durch nachlassende Erwartungen unter Druck gesetzt. Die Federal Reserve wird die Zinsen in diesem Jahr aufgrund der Schwäche des globalen Wachstums weiter erhöhen.
Kansas City Fed-Präsidentin Esther George sprach sich am Dienstag für Geduld und Vorsicht bei Zinserhöhungen aus, um nicht das Wachstum zu ersticken.

Ihre Kommentare spiegelten die von Dallas Fed-Chef Robert Kaplan wider. Er sagte am Dienstag, dass die US-Zentralbank den Luxus hat zu warten, bevor sie die Zinssätze wieder anhebt und sie sollte das nutzen.

Kaplan und George sind die neuesten Fed-Beamten, die sich einem wachsenden Konsens anschließen, die Zinsen auf Eis zu legen, bis eine Reihe von wirtschaftlichen Risiken gelöst sind.

Reuters /

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