von Robert Zach
Die Ölproduktion der sieben wichtigsten Schieferbecken in den USA wird im Juli laut aktueller EIA-Schätzung auf das tiefste Niveau seit 2018 zurückgehen.
Die Gesamtproduktion der US-Schieferölindustrie dürfte im kommenden Monat um 93.000 Barrel pro Tag auf 7,632 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen, teilte die Energy Information Administration (EIA) in ihrem aktuellen Bericht zur Bohraktivität am Montagabend mit. Für den Monat Juni wurde die Ölförderung in den Schieferölgebieten von 7,822 Millionen Barrel täglich zuvor auf nur noch 7,725 Millionen Barrel täglich herabgesetzt. Die Tagesproduktion der Schieferförderer hatte im März mit etwas mehr als 9 Millionen Barrel ihr vorläufiges Hoch erreicht. Mit dem Nachfrageeinbruch durch die Coronavirus-Pandemie und des Preiskriegs zwischen den Saudis und der Russen, der zu einem historischen Preisverfall bei US-Öl sorgte, zog sich die US-Schieferölproduktion kontinuierlich zurück.
Im Permischen Becken in der Grenzregion zwischen Texas und New Mexico werde die Förderung um 7.000 Barrel täglich auf 4,263 Millionen Barrel pro Tag im Juli zurückgehen, so die EIA. Im Juni wird mit 4,27 Millionen Barrel täglich gerechnet. Das sind 20.000 Barrel pro Tag weniger als im Mai-Bericht ausgewiesen worden waren.
In Bakken dürfte die Ölproduktion im Juli um 5.000 Barrel pro Tag auf 1,003 Millionen Barrel zurückgehen und in Eagle Ford um 28.000 Barrel pro Tag auf 1,201 Millionen Barrel täglich.
Im Anadarko-Becken, das sich im westlichen Teil des Bundesstaates Oklahoma und im Texas Panhandle befindet und sich bis in den Südwesten von Kansas und den Südosten von Colorado erstreckt, schätzt die Energy Information Administration den Produktionsrückgang im Juli auf 26.000 Barrel pro Tag auf 442.000 Barrel pro Tag.
Das an der ICE gehandelte Barrel der Sorte Brent Öl zur Juli-Lieferung (CBN20) gewinnt um 2,58 Prozent auf 39,73 Dollar. Für das an der Warenterminbörse NYMEX in New York gehandelte Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI-Öl) mit einer Laufzeit bis Juli (CLN0) geht es um 2,12 Prozent nach oben auf 37,03 Dollar.
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