Ölpreise unter Druck - Öllagerdaten schüren Sorgen vor Überangebot

Ölpreise unter Druck - Öllagerdaten schüren Sorgen vor Überangebot

Jan 15, 2020

Von Peter Nurse

Die Ölpreise sind am Mittwoch deutlich gefallen, nachdem die US-Energiebehörde EIA zwar einen Rückgang der US-Öllagerdaten gemeldet hatte, aber gleichzeitig einen weiteren deutlichen Anstieg der Bestände an Benzin und Destillate. Darüber hinaus gibt es Sorgen, dass das Handelsabkommen zwischen den USA und China nicht ausreicht, um zusätzliche Öl-Nachfrage zu erzeugen.

Der Preis für die US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) sank 1,20 Prozent oder 0,68 US-Cents auf 57,59 US-Dollar. Damit markierte US-Öl den tiefsten Stand seit Anfang Dezember.

Für ein Fass der Nordseesorte Brent ging es um 1,07 Prozent nach unten auf 63,80 US-Dollar.

Die staatliche Energy Information Administration (EIA) meldete einen Rückgang der Öllagerbestände um 2,54 Millionen Barrel auf 428,5 Millionen Barrel. Das war besser als von Ölmarktbeobachter im Vorfeld erwartet worden war.

Allerdings stiegen die Bestände an Benzin und Destillaten erneut spürbar an. Das schürt die Sorge vor einem Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt. Die Ölförderung sprang zudem auf 13,0 Millionen Barrel.

Um 17.30 Uhr werden die USA und China ihr mit Spannung erwartetes Handelsabkommen der ersten Phase unterzeichnen. Die genauen Details sind noch unbekannt. Die Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin, wonach es in naher Zukunft keine weiteren Zollsenkungen geben wird, deuten jedoch auf anhaltende Spannungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten hin.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) prognostiziert ihrem Monatsbericht, dass die Gesamtproduktion der Vereinigten Staaten zum ersten Mal 20 Millionen Barrel pro Tag überschreiten wird. Damit wurde die Furcht vor einem Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt untermauert.

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