Die Ölpreise stiegen am Freitag in Asien um mehr als 1 Prozent, nachdem die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) in einem Monatsbericht sagte, dass ihre Produktion im Dezember stark zurückgegangen sei.
Die OPEC berichtete, dass ihre Ölversorgung im Dezember um 751.000 Barrel pro Tag (bpd) auf 31,58 Mio bpd gesunken sei, der größte Rückgang im Monatsvergleich seit fast zwei Jahren.
Die Produktion Saudi-Arabiens sank um 468.000 bpd auf knapp über 10,5 Mio bpd im vergangenen Monat, wie die Zahlen zeigen.
In New York gehandelte WTI Rohöl-Futures zur Februar Lieferung legten um 1,4 Prozent, auf 52,78 Dollar pro Barrel zu. Auch Brent Oil Futures, der Maßstab für Ölpreise außerhalb der USA, stiegen um 1,3 Prozent, auf 61,95 Dollar pro Barrel.
Unter Berufung auf einen OPEC-Beamten berichtete oilprice.com am Freitag, dass die OPEC am 17. April eine außerordentliche Sitzung abhalten wird. Die Nicht-OPEC-Partner des Kartells werden am folgenden Tag zu einer vollständigen OPEC+-Sitzung zusammenkommen.
Die Sitzung wurde einberufen, um die aktuelle Lage auf dem Ölmarkt zu erörtern. Auch will man abwägen ob die Produktionsminderungen, die aktuell im Juni auslaufen, verlängert werden sollen oder nicht.
Der Rohölpreis startete kräftig in das Jahr 2019, nachdem die OPEC die Kürzungen vorgenommen hatte. Innerhalb der ersten zwei Wochen führte dies zu einem beeindruckenden Anstieg von 25 Prozent. WTI hatte an Heiligabend ein 18-Monatstief bei 42,36 Dollar erreicht.
Unterdessen sagte die Energy Information Administration am Mittwoch, dass die US-Rohölproduktion um 200.000 Barrel gegenüber der Vorwoche gestiegen sei. Ein Rekordhoch von 11,9 Mio bpd . In einem separaten Bericht am Dienstag sagte die EIA, dass die US-Produktion bis 2020 möglicherweise 13 Millionen bpd erreichen könnte.
Die EIA berichtete auch am Mittwoch über große Zuwächse der US-Benzinbestände und Destillatlager, die einen wöchentlichen Rückgang der Rohöllagerbestände ausgleichen.
