Von Gina Lee
Nach der verlustreichen Sitzung gestern erholten sich die Ölpreise am Donnerstag von ihren Mehrjahrestiefs.
Die Nordseesorte Bren war gestern um fast 7% gefallen. Für die US-Sorte WTI ging es um 1,19% nach unten. Das schwarze Gold holte am Donnerstag in Asien einen Teil der Vortagesverluste auf. Zur Stunde verteuerte sich Brent um 3,21% und WTI gewann 2,92% auf 20,45 Dollar je Barrel.
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Die Internationale Energieagentur (IAE) warnte in ihrem Monatsbericht vor einem Rückgang der Ölnachfrage im April um 29 Mio. Barrel pro Tag. Es wäre der größte Nachfrageeinbruch seit mehr als zwei Jahrzehnten.
"Es gibt keine praktikable Vereinbarung, die das Angebot so stark reduzieren könnte, dass solche kurzfristigen Nachfrageverluste ausgeglichen werden könnten. Die Fortschritte der vergangenen Woche sind jedoch ein guter Anfang", hieß es in dem Bericht.
Darüber hinaus teilte die Energy Information Administration (EIA) am Mittwochnachmittag in Washington mit, dass die US-Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 10. April um 19,2 Mio. Barrel angestiegen seien. Von befragte Volkswirte hatten mit einem Lageraufbau von 11,676 Mio. Barrel gerechnet.
Am Dienstag bereits hatte das American Petroleum Institute (API) den Anstieg auf 13,1 Mio. Barrel geschätzt.
Obgleich die Ölproduzenten, darunter Saudi-Arabien und Russland, im Rahmen der am 5. April beschlossenen OPEC+-Vereinbarung Produktionskürzungen zugestimmt haben, deuteten die aktuellen Zahlen auf ein nicht zu unterschätzendes Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt hin, da das COVID-19-Virus weiterhin die Nachfrage dämpft.
"Die langsame Umsetzung der Vereinbarung, die mögliche Nichterfüllung und keine feste Zusage anderer Länder, könnten dazu führen, dass der Markt so lange unter Druck bleibt, bis die Pandemie nachlässt und die Nachfrage nach Kraftstoffen wieder zunimmt", sagte der Saxo Bank-Analyst Ole Hansen in einem Gespräch mit CNBC.
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