Ölpreise steigen mit Handelsoptimismus und Angriff auf iranischen Öltanker

Ölpreise steigen mit Handelsoptimismus und Angriff auf iranischen Öltanker

Okt 11, 2019

Die Hoffnungen auf einen "Teil-Deal" zwischen den USA und China sowie Berichte über einen Angriff auf einen iranischen Öltanker haben dem Ölpreis auch am Freitag Auftrieb gegeben.

Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate stieg um 1,09 Dollar oder 2% auf 54,64 Dollar je Barrel.

Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,28 Dollar oder 2,2% auf 60,38 Dollar je Barrel.

Es war die größte Ölpreis-Rallye seit den Attacken auf saudische Öl-Anlagen am 14. September, als der Preis für WTI an einem Tag um gut 15% nach hoben schnellte.

Aber einige Öl-Händler sagten, sie seien noch immer bereit, "short zu gehen", wenn doch kein Handelsabkommen zustande kommt und Ruhe am Persischen Golf einkehrt.

"Wir haben gesehen, was bisher bei den Verhandlungen zwischen den USA und China passiert ist, und bevor das Abkommen nicht in gedruckter Form vorliegt und von den Chinesen bestätigt wird, ist weiterhin alles möglich", sagte John Kilduff, Partner des New Yorker Energie-Hedgefonds Again Capital. "Die Spannungen im Golf haben sich auch fast so schnell aufgelöst, wie sie gekommen sind, also ist das ein weiterer Faktor, den man berücksichtigen sollte."

Risikoreichere Vermögenswerte zogen am Freitag deutlich an, da die Hoffnungen hoch waren, dass die Gespräche zwischen Präsident Donald Trump und dem chinesischen Vize-Premier Liu He in Washington zu einem "Teil-Deal" führen und geplante US-Zollerhöhungen gegen Peking verzögert werden. Trump trifft Liu He um 20:45 Uhr im Weißen Haus, nachdem es zuvor zweitägige hochrangige Gespräche zwischen den beiden Seiten gab.

Unterstützung erfuhren die Ölpreise auch durch einen Bericht aus dem Iran, wonach ein iranischer Öltanker von zwei Raketen aus Saudi-Arabien getroffen worden sein soll, während die Internationale Energieagentur ihre globale Ölnachfrageprognose erneut senkte.

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA sagte, dass der Tanker Sabiti, der durch das Rote Meer fuhrt, von zwei nicht identifizierten Objekten getroffen worden war, von denen angenommen wurde, dass sie Raketen waren, wodurch Öl ins Meer floss und ein Feuer auf dem Schiff ausbrach.

Aber die iranische Regierung untergrub später die Glaubwürdigkeit des Berichts, indem sie sagte, dass das Schiff nicht in Brand gesetzt worden sei. IRNA zitierte auch die National Iranian Oil Company, die die Berichte zurückwies, wonach ein Schiff aus ihrer Flotte von aus Saudi-Arabien abgefeuerten Raketen getroffen worden sei.

Das Beratungsunternehmen Tankertrackers.com stellte fest, dass die Sabiti nach dem angeblichen Angriff immer noch überraschend schnell unterwegs war.

Die Internationale Energieagentur hat unterdessen ihre Prognose für das globale Ölnachfragewachstum im nächsten Jahr um 100.000 Barrel pro Tag herabgestuft. Sie senkte auch ihre Prognose für 2019 um einen ähnlichen Wert, sagte aber, dies sei auf Änderungen in der Berechnung der letztjährigen Produktion zurückzuführen.

Darüber hinaus stellte man fest, dass die Erdölvorräte in den entwickelten Volkswirtschaften im August den fünften Monat in Folge gestiegen waren, so dass sie nahezu auf dem Rekordniveau des Jahres 2016 lagen, als sie 3 Milliarden Barrel erreichten.

Registrieren Sie sich bei Libertex!

Üben Sie kostenlos auf einem Demokonto mit 50.000 Euro

REGISTRIEREN
oder starten Sie jetzt den Handel mit Echtgeld