Die Ölpreise sind am Montag in Asien gestiegen, als die Spannungen im Nahen Osten eskalierten.
Die US-Leitsorte WTI Öl lag um 03:50 MEZ um 2,5% höher auf 64,65 USD, während der internationale Benchmark Brent um 3,0% auf 70,69 USD hochschoss.
Erhöhte Spannungen im Nahen Osten wurden heute als Auslöser für die Ölkäufe angeführt. Die Trump-Administration führte letzte Woche in Bagdad einen Raketenangriff aus, bei dem der iranische Militärstratege Qassem Soleimani getötet wurde.
Nach dem Anschlag erklärte der Iran am Sonntag, er sehe sich nicht länger an das mit den USA und anderen Weltmächten ausgehandelte Atomabkommen von 2015 gebunden.
Trump sagte, er sei bereit, "in unverhältnismäßiger Weise" zuzuschlagen und mehr als 50 iranische Städte anzugreifen, wenn Teheran sich an der Ermordung von Soleimani rächen sollte, während die Nation im Nahen Osten erklärte, sie habe "mit den USA eine Rechnung offen".
"Alle haben sich wohlgefühlt, dass der Waffenstillstand im Handelskrieg eingetreten war und die Aussichten für 2020 etwas besser ausgesehen haben, und dann haben wir eine weitere Erinnerung aus der Geopolitik erhalten", sagte Peter Dragicevich, Finanzmarktstratege der Suncorp-Gruppe. "Das wird kurzfristig ein starker Faktor an den Märkten sein."
Weiterhin wurde berichtet, dass Chinas Handelsdelegation, angeführt von Vizepremier Liu He, am 15. Januar in die USA reisen, um ein Phase-1-Handelsabkommen zu unterzeichnen. Die Verhandlungen der zweiten Phase werden laut Trump "zu einem späteren Zeitpunkt" beginnen.
„Am 15. Januar werde ich unseren sehr großen und umfassenden Phase-Eins-Handelsvertrag mit China unterzeichnen. Die Zeremonie findet im Weißen Haus statt. Hochrangige Vertreter Chinas werden anwesend sein. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich nach Peking reisen, wo die Gespräche zur Phase Zwei beginnen werden!“, kündigte der Präsident in einem Tweet an.
An Daten zeigte der letzte US-Beschäftigungsbericht von 2019, dass im November 266.000 Stellen hinzukamen, der höchste Wert seit 10 Monaten, während die Arbeitslosenquote mit 3,5% die niedrigste in einem halben Jahrhundert war. Das Beschäftigungswachstum dürfte sich im Dezember auf 160.000 verringert haben.

