Die Ölpreise sanken am Mittwoch, da ein Sturm, der zu Versorgungsunterbrechungen in der ölreichen Golfregion hätte führen können, nicht so stark wie erwartet war.
West Texas WTI Rohöl Futures für die Lieferung im Oktober fielen um 12:01 AM ET (04:01 GMT), um 0,7% auf $69,38 pro Barrel. Unterdessen fielen auch Brent Öl Futures, der Maßstab für die Ölpreise außerhalb der USA, für die Lieferung im November um 0,3% auf $77,92.
Die Ölpreise hatten einen guten Start, nachdem zwei Ölproduzenten aus dem Golf von Mexiko, im Vorfeld des Tropensturms Gordon Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hatten.
Der Sturm bedroht die Ölförderung und Raffinerietätigkeit in der Golfregion, die etwa ein Sechstel der US-Ölförderung und 45% der Raffineriekapazität ausmachen.
Die Kurse drehten jedoch, da die Auswirkungen des Tropensturms nicht so stark waren, wie ursprünglich erwartet. Der Sturm soll sich nach Osten verschoben haben und die Bedrohung für die Produzenten in den meisten Raffinerien an der Golfküste verringert haben.
An anderer Stelle beeinflussen die bevorstehenden US-Sanktionen gegen den Iran, die Aussichten für die Ölpreise in diesem Jahr, nach Aussage einiger Analysten.
"Mit der Erwartung von bis zu 1,5 Millionen Barrel pro Tag, die von den US-Sanktionen gegen den Iran betroffen sind, würde man erwarten, dass die Preise in den kommenden Wochen steigen", sagte Stephen Innes, Leiter des Handels für Asien/Pazifik bei der Futures-Brokerage OANDA.
Innes betonte er glaube, dass die Preisaussichten für Rohöl, aufgrund der bevorstehenden US-Sanktionen, die ab November auf den Ölsektor des Irans ausgerichtet sind, bullish bleiben.
Die Sorgen um die Schwellenländer belasteten auch die Marktstimmung, so Greg McKenna, Chief Market Strategist bei Futures Brokerage AxiTrader.
"Meine Meinung ist, das diese große Problematik fortschreitet, wenn sich diese Krise in den Schwellenländern in etwas noch beunruhigenderes verwandelt. Dann wird sich nicht nur die Ölnachfrage, sondern die Gesamtnachfrage, verändern", sagte er, und fügte hinzu, dass die Schwellenländer ein Schlüsselfaktor für das weltweite Wachstum der Ölnachfrage sind.
"Wenn sich die Lage der Schwellenländer verschlechtert, wird sich das auf die Rohölmärkte auswirken", fügte er hinzu.
