Von Gina Lee
Die Ölpreise sind am Freitagmorgen in Asien von ihrem in dieser Woche erreichten 18-Jahrestief weiter gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump ankündigte, in den Markt intervenieren zu wollen.
US-Rohöl der Sorte WTI stieg bis 5:30 Uhr um 4,17% auf 26,99 Dollar und das Nordsee-Rohöl der Sorte Brent legte um 2,07% auf 29,06 Dollar zu, da Trump die Suche nach "einer Schnittmenge" zwischen Saudi-Arabien und Russland ankündigte. Beide Länder führen einen unerbittlichen Preiskrieg.
Obwohl Trump während einer Pressekonferenz am Donnerstag keine konkreten Maßnahmen nannte, sagte er doch, dass er mit mehreren Personen gesprochen habe und "zu gegebener Zeit werde ich mich engagieren". Die Ölpreise stiegen im nordamerikanischen Handel um mehr als 24%, der größte prozentuale Anstieg, den es jemals gab.
Reuters berichtete, dass Trump die Ölmärkte mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman während eines Gesprächs am 9. März besprach. Darüber hinaus sagte das Außenministerium, dass der US-Botschafter in Saudi-Arabien drei Tage später mit dem saudischen Energieminister Abdulaziz bin Salman Al Saud über die Ölmärkte sprach.
"Die existenzielle Bedrohung für die Ölindustrie musste zwangsläufig dazu führen, das sich Trump einschaltet", sagte Walter Zimmermann, technischer Chefstratege bei ICAP Technical Analysis, gegenüber Bloomberg. "Dieser Aufschwung hat aber vielleicht keine Zukunft, wenn Saudi und Russland nicht aufhören, sich gegenseitig auf die Füße zu treten."
Trotz des Hinweises der USA, seit dem letzten Jahr der größte Ölproduzent der Welt, dass man Maßnahmen zur Korrektur des Marktes ergreifen werde, droht weiterhin ein Angebotsüberschuss, da die durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Abschaltungen die Nachfrage weiter dämpft. Gleichzeitig erhöhen Saudi-Arabien und Russland das Angebot.
"Ich glaube nicht, dass das bereits vorbei ist", sagte Bart Melek, Leiter der Rohstoffstrategie bei TD Securities, gegenüber Bloomberg. "Selbst wenn die Saudis ihre Produktion senken, spielt das keine große Rolle. Wir haben immer noch eine sehr schwache Nachfrage."
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