Ölpreise rutschen, als weltweite Wachstumssorgen bleiben

Ölpreise rutschen, als weltweite Wachstumssorgen bleiben

Mär 25, 2019

Die Ölpreise hatten am Montag Mühe sich von ihrem Einbruch vom Freitag zu erholen, da Sorgen über den Ausblick für die Weltwirtschaft den Investoren weiter auf dem Gemüt lagen.

Futures auf die US-Leitsorte West Texas Intermediate waren am Freitag über 4% gefallen, nachdem schwache Konjunkturdaten aus Europa eine Schockwelle durch die Weltmärkte geschickt hatten, die ohnehin schon wegen der Revision des Zinsausblicks der Federal Reserve nach unten zuvor in der Woche beunruhigt waren. Um 13:40 MEZ wurden sie zu 58,87 USD das Fass gehandelt, etwa 50 US-Cent über ihren Tiefstkursen vom Freitag, aber immer noch weit unter dem Viermonatshoch vom Donnerstag.

Im Weiteren stand der Preis von Brent auf 66,41 USD das Fass.

Sorgen über die Möglichkeit einer Rezession in den USA kamen am Freitag zu neuem Leben, als die Rendite von US-Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit zum ersten Mal seit 2007 unter die der dreimonatigen Papiere fiel.

Historisch gesehen hat eine invertierte Zinsstrukturkurve - wenn die langfristigen Zinsen unter die kurzfristigen fallen - häufig das Kommen einer Rezession signalisiert, aber nur wenn die Inversion eine Weile bestehen blieb.

ANZ Bank sagte, er schlechtere Konjunkturausblick "überschattete die Angebotsprobleme" am Ölmarkt, angesichts der Produktionsbeschränkungen durch das Exportkartell OPEC und auch die US-Sanktionen gegen Venezuela und den Iran.

Die OPEC im Verbund mit einigen unabhängigen Produzenten wie Russland, der auch als OPEC+ bekannt ist, hatte Ende des letzten Jahres beschlossen, die Förderung um 1,2 Mio Fass Öl am Tag (barrels per day, bpd) zu senken, um die Preise aufzupäppeln.

Analysten von der Commerzbank (DE:CBKG) merkten an, dass die Rückgänge der US-Lagerbestände und die Ausgaben von US-Schieferölfirmen ebenfalls Unterstützung gaben.

"Die für den Ölmarkt spezifischen Berichte, die ein knapperes Angebot andeuten, verhindern einen stärkeren Preisverfall," meinten die Analysten.

Einen Ausblick auf die künftige US-Ölförderung gab die Zählung der Anzahl der aktiven Ölbohrplattformen, die in der fünften Woche in Folge eine Abnahme ergab. Die Zahl der Plattformen sank um weitere neun auf mit 824 in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand in fast einem Jahr.

-- Dieser Report entstand unter Mitwirkung von Reuters.

PS: Mit unseren Apps sind Sie immer auf dem aktuellen Stand, dass Sie einfach überall das Marktgeschehen beobachten können.

Laden Sie noch heute die kostenfreie App von herunter und überzeugen Sie sich selbst.

Registrieren Sie sich bei Libertex!

Üben Sie kostenlos auf einem Demokonto mit 50.000 Euro

REGISTRIEREN
oder starten Sie jetzt den Handel mit Echtgeld