Ölpreise moderat unter Druck - Virus-Sorgen überschatten Lagerdaten

Ölpreise moderat unter Druck - Virus-Sorgen überschatten Lagerdaten

Feb 21, 2020

Von Alex Ho

Die Ölpreise sind am Freitag in Asien moderat gefallen. Neue Sorgen rund um das in China grassierende Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die globale Ölnachfrage belasteten die Preise. Unterstützend wirkt indes der gestern gemeldete Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA, der geringer als erwartet ausgefallen war.

Der Preis für die US-Ölsorte WTI fiel bis 6:19 Uhr um 0,9% auf 53,42 Dollar. Für ein Fass der Nordseesorte Brent ging es um 1,0% auf 58,73 Dollar pro Barrel nach unten.

Die Rohöllagerbestände in den USA waren in der Woche bis zum 14. Februar um 414.000 Barrel gestiegen. Von befragte Ölmarktbeobachter hatten mit einem Lageraufbau von 2,5 Millionen Barrel gerechnet.

Die Benzinbestände sanken etwas überraschend um 2 Millionen Barrel (erwartet 435.000 Barrel), während die Bestände der Destillate um 636.000 Barrel zurückgingen.

Die EIA-Daten hatten gestern die Ölpreise gestützt. Sie waren um mehr als 1% gestiegen. Allerdings stehen sie heute aufgrund der zunehmenden Furcht vor den wirtschaftlichen Konsequenzen durch das Coronavirus in China erneut unter Druck.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, erklärte zwar eine Verlangsamung der chinesischen Neuinfektionen, warnte aber davor, dass das neue Coronavirus jederzeit weltweit ausbrechen könnte.

Tedros sagte, dass die Zahl der Fälle außerhalb Chinas im Vergleich zu den Fällen in China sehr gering sei, aber "das könnte sich schnell ändern".

Haruhiko Kuroda, Gouverneur der Bank von Japan, äußerte sich ähnlich wie der WHO-Generaldirektor.

Kuroda sagte, er beobachte die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft mit "großer Besorgnis" und erwarte, dass die Gesundheitskrise ein wichtiges Thema bei der Debatte auf dem bevorstehenden G20-Treffen sein werde.

"Es besteht weiterhin große Unsicherheit darüber, wie sich die Verbreitung des neuen Virus auf die japanische Wirtschaft auswirken könnte", sagte Kuroda im Parlament.

"Wir beobachten die Auswirkungen mit großer Besorgnis und behalten die Abwärtsrisiken genau im Auge", fügte er hinzu.

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