Ölpreise mit Zugewinn, bevor Trump den chinesischen Vizepräsidenten trifft

Ölpreise mit Zugewinn, bevor Trump den chinesischen Vizepräsidenten trifft

Jan 07, 2019

Die Ölpreise legten am Montag in Asien zu, nachdem es Berichte gegeben hatte, dass US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum Davos in diesem Monat wahrscheinlich mit dem chinesischen Vizepräsidenten Wang Qishan Gespräche halten wird.

Das Treffen käme nach einer weiteren Gesprächsrunde zu den Handelsbeziehungen zwischen amerikanischen und chinesischen Regierungsvertretern, die am Montag in Peking beginnen sollen, zitierte die Tageszeitung South China Morning Post mit der Sache befasste Personen.

Unter Berufung auf zwei mit den Vorbereitungen vertraute Personen sagte Bloomberg, dass die Gespräche sich um Probleme mit dem intellektuellen Eigentum, Landwirtschaft und industriellen Käufen drehen werden. Vorläufige Diskussionen waren “etwas besser als üblich gewesen” sagte der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses Larry Kudlow Bloomberg am Freitag.

Ölfutures auf die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gewannen 1,7% hinzu und wurden um 07:27 MEZ zu 48,76 USD das Fass gehandelt.

Futures auf den internationalen Benchmark Brent standen 1,5% höher auf 57,91 USD das Fass.

Während die Ölhändler weiter die Entwicklungen rund um die amerikanisch-chinesischen Handelsgespräche verfolgen, haben auch die Angebotsmengen die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich gezogen, nachdem Anzeichen auf eine Verknappung letzte Woche den Preisen unter die Arme gegriffen hatten.

Die Organisation Erdölexportierender Länder (Organization of the Petroleum Exporting Countries, OPEC) senkte ihre Ölförderung im Dezember, zeigte ein Bericht von Reuters und das American Petroleum Institute berichtete, dass die US-Lagerbestände um 4,5 Mio Fass gefallen sind.

Die Ölpreise erhielten in jüngster Zeit etwas Unterstützung, da die von einer globalen Koalition von Erzeugerländern bekannt unter dem Kürzel OPEC+ ausgehandelten Produktionssenkungen jetzt in Kraft getreten sind.

Die OPEC, Russland und andere Nicht-Kartellmitglieder hatten sich im Dezember geeinigt, das Angebot in 2019 um 1,2 Mio Fass am Tag (barrels per day, bpd) zu verringern. Der Anteil der OPEC an den Produktionskürzungen liegt dabei bei 800.000 bpd.

In den USA veröffentlicht das American Petroleum Institute am Dienstag seine aktuellen Daten zu den US-Ölvorräten. Am darauffolgenden Tag gibt dann die US-Energieinformationsbehörde ihren wöchentlichen Report zu den Lagerbeständen an Öl heraus.

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