Ölpreise mit Mini-Gewinn, aber das Hin und Her im Handelsstreit belastet

Ölpreise mit Mini-Gewinn, aber das Hin und Her im Handelsstreit belastet

Dez 10, 2019

Die Ölpreise fahren am Dienstag moderate Gewinne ein. Allerdings hängen die Handelsgespräche zwischen den USA und China wie ein Damoklesschwert über dem Ölmarkt.

Der Preis für die US-Ölsorte U.S. West Texas Intermediate stieg 15 US-Cents auf 59,17 US-Dollar.

Parallel dazu verteuerte sich ein Fass der Nordseesorte Brent um drei US-Cents auf 64,28 US-Dollar.

Die Ölpreise zogen an, nachdem das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider in der US-amerikanischen und chinesischen Regierung berichtet hatte, dass sich beide Seiten um eine Verschiebung der Zölle, die am Sonntag eingeführt werden sollen, bemühen.

Die Handelsvertreter der USA feilschen weiterhin mit den Chinesen darüber, wie sie Peking dazu bringen können, sich zu massiven Käufen von US-Agrarprodukten zu verpflichten, auf die Präsident Donald Trump für einen Teilhandelsdeal besteht, berichtete das Journal.

Doch der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, der auf einer Konferenz sprach, spielte die Möglichkeit einer Verzögerung herunter.

"Die Realität ist, dass diese Zölle immer noch auf dem Tisch liegen, also die Zölle am 15. Dezember, und der Präsident hat erklärt, wenn sich die kleinen Hindernisse, die bei den Verhandlungen weiterhin bestehen, nicht nach seinem Geschmack entwickeln, (dann) könnten diese Zölle in Kraft treten", sagte Kudlow, wie CNBC berichtete.

"Es gibt noch keine endgültige Entscheidung darüber", fügte Kudlow hinzu.

Die Märkte sind weiterhin auf der Suche nach Hinweisen, was die Trump-Administration vor Ablauf der Frist für die zusätzlichen Zölle auf chinesische Waren im Wert von 156 Milliarden US-Dollar möglicherweise tun wird. Ein anderer hochrangiger Vertreter des Trump-Kabinetts, Landwirtschaftsminister Sonny Perdue, glaubt, dass der Präsident die neuen Zölle gegen China nicht erheben will, aber betonte, dass Trump sehen will, dass sich China "bewegt", damit man einen solchen Schritt vermeiden kann.

Das Hin und Her bei den Zöllen belastet seit Anfang der Woche sowohl die Preise als auch das Handelsvolumen des Ölmarkts. WTI kämpft mit einem Preisanstieg über die Marke von 60 US-Dollar, Brent mit 65 US-Dollar.

Die Opec und ihre Verbündeten hatten sich am Freitag auf eine Produktionskürzung von 2,1 Millionen Barrel Öl pro Tag geeinigt und damit dem Ölpreis Aufwind gegeben.

Abgesehen von den Zollsorgen haben die Ölpreise in dieser Woche auch mit schwachen China-Daten zu kämpften. Im Land der Mitte waren die Exporte im November unerwartet um 1,1 Prozent gesunken.

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