Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen, nachdem die US-Rohöllagerbestände stärker als erwartet gestiegen sind. Hinzu kam die leichte Korrektur an den Aktienmärkten.
Der Preis für die US-Sorte WTI fiel bis 12:42 PM ET (17:42 GMT) um 0,2% auf 57 Dollar.
Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,1% auf 62,45 Dollar.
Die Energy Information Administration teilte mit, dass die Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 8. November um 2,2 Millionen Barrel gestiegen seien. Erwartet wurden nur 1,65 Millionen Barrel.
Die Benzinbestände stiegen um gut 1,9 Millionen Barrel (erwartet 1,17 Millionen Barrel). Die Destillatbestände sanken um rund 2,5 Millionen Barrel (erwartet -950.000 Barrel".
"Wieder einmal steigen die Rohöllagerbestände mehr als erwartet an, bevor die Wintersaison beginnt", sagte Analyst Barani Krishnan. "Sowohl der Anstieg um 2,2 Millionen bpd bei den Rohöllagerbestände als der Anstieg der Benzinbestände übertrafen die Erwartungen."
Die "Kursentwicklung zeigt, dass die Bullen noch nicht bereit sind, dass Handtuch zu werfen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie erwarten, dass ihnen das Handelsabkommen zwischen den USA und China zur Hilfe kommt, oder sie hoffen immer noch, dass die OPEC bei ihrem Treffen im Dezember ein Kaninchen aus dem Hut zaubert", fügte Krishnan hinzu.
Die US-Ölförderung der vergangenen Woche erreichte mit 12,8 Millionen Barrel pro Tag erneut einen Rekord.
"Die OPEC versucht bereits die Schieferproduktion klein zu reden, was bedeutet, dass sie für das kommende Jahr keine tieferen Einschnitte vornehmen dürfte", sagte Krishnan.
Hinzu kommt, dass die US-Produktion "kurzfristig mehr fundamentale Abwärtsrisiken als Aufwärtsrisiken aufweist", ergänzte er.

