Ölpreise legen zu, als saudische Ölförderung fällt

Ölpreise legen zu, als saudische Ölförderung fällt

Aug 06, 2018

Mit den Ölpreisen ging es am Montag nach unten, als berichtet wird, dass Saudi-Arabien im Juli weniger Öl exportiert hat, während in den USA Baker Hughes nach, die Anzahl der aktiven Bohrplattformen gefallen ist.

Futures auf die US-Ölsorte WTI für September lagen um 05:36 MEZ um 0,35% höher auf 68,57 USD das Fass. Ölfutures auf Brent für Oktober stiegen ebenfalls um 0,33% und wurden zu 73,45 USD das Fass gehandelt.

Saudi-Arabien, der größte Ölexporteur der Welt, förderte den Berichten nach im Juli nur 10,29 Mio Fass am Tag, 200.000 weniger als im Vormonat.

Die Organisation Erdölexportierender Länder (The Organisation of the Petroleum Exporting Countries, Opec) hatte beschlossen die Förderung vom Juli an zu steigern und am letzten Mittwoch berichtet, dass die Produktion im Juli um 300.000 Fass am Tag gestiegen sei. Und doch fielen die Ölexporte aus den fünf größten Mitgliedsstaaten der Opec im Juli um rund 1,1 Mio Fass am Tag.

Anas Alhajii, eine Energieökonom in Dallas, sagte: “Die Produktionszahlen für Juli zeigen einen starken Anstieg der Opec-Produktion, aber die Exporte stiegen nur geringfügig, was höhere Preiseinbußen verhinderte.”

“Der Anstieg der Produktion in der Opec lässt Fragen über die verbleibenden Produktionsreserven aufkommen und die Leute sollten sich erinnern, dass die Produktionsverluste in Venezuela und dem Iran schon jetzt eingepreist sind.”

Unterdessen zeigten die wöchentlichen Daten von Baker Hughes, dass die Anzahl der aktiven Bohrplattformen in den USA um 4 auf 1.048 gesunken ist. Die US-Schieferölunternehmen berichteten auch schlechte Quartalszahlen und schrieben die Verluste den wachsenden operativen Kosten zu.

Auch sagten einige Analysten, dass die Ölfirmen ihr Vermögen zu hoch bewerten könnten, da sie übermäßig optimistisch zu den künftigen Ölpreisen seien und den Investoren nicht genügend Informationen geben, um die Risiken zu verstehen.

Natasha Landell-Mills von Sarasin & Partners sagte: “Wonach wir suchen ist ein weitaus besseres Verständnis, wie widerstandsfähig jeder ihrer Geschäftsbereiche gegenüber ernsthaften Anstrengungen zur Aufgabe fossiler Brennstoffe ist. Das sollte der Standard für Energieunternehmen werden, um ihre Anfälligkeit für tiefere Ölpreise zu zeigen.”

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