Ölpreise lassen Federn - Russland will Förderkürzung im Juni beenden

Ölpreise lassen Federn - Russland will Förderkürzung im Juni beenden

Apr 16, 2019

Öl war am Dienstag im asiatischen Handel auf Berichte hin billiger geworden, dass Russland das laufende Abkommen zur Beschränkung der Förderung im Juni beenden möchte.

US-Rohölfutures lagen um 07:20 MEZ um 0,1% tiefer auf 63,34 USD und auch der internationale Benchmark Brent sank um 0,2% auf 71,03 USD ab.

Die Ölpreise sind bisher in 2019 um mehr als 30% hochgesprungen, vor allem durch eine Vereinbarung der Organisation Erdölexportierender Länder (Organization of the Petroleum Exporting Countries, OPEC) und ihrer Verbündeten, die Ölproduktion vom Januar an für sechs Monate um 1,2 Mio Fass am Tag abzusenken.

Moskau hat in der Vergangenheit seine Bedenken gegen eine Fortführung der Produktionssenkungen über den Juni hinaus kundgetan, da es Sorgen hat, Marktanteile an die USA zu verlieren, sollte es die Förderung weiter tief halten.

Stattdessen könnten Russland und die OPEC entscheiden, die Produktion anzukurbeln, um den Vereinigten Staaten Marktanteile streitig zu machen, sagte Russlands Finanzminister Anton Siluanov am Wochenende. Das könnte die Ölpreise auf bis zu 40 USD das Fass nach unten schicken, sagte Reuters unter Berufung auf Analysten.

Die OPEC und ihre Partner werden im Juni auf einem Treffen entscheiden, ob sie mit ihrer Angebotsverknappung fortfahren.

Unterdessen hob die Internationale Energieagentur aus Paris in ihrem letzte Woche erschienenen Monatsreport vom April hervor, dass die Nachfrage ein “sehr wichtiger” Bestandteil der Gleichgewichtsfindung für den Ölmarkt ist und der alles andere als glänzende Ausblick für die globale Wirtschaft hier viele Unsicherheiten mit sich bringt.

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